Wie für so viele Mobilitätsakteure spielt die THG-Quote auch für Tankstellen eine wichtige Rolle im aktuellen Wandel. Schließlich sind es nicht mehr nur klassische Kraftstoffe, die den Markt beherrschen. Strom, biogene Energieträger und weitere alternative Antriebskonzepte gewinnen an Bedeutung. Die THG-Quote eröffnet Tankstellenbetreibern die Möglichkeit, zu einem aktiven Teil der Energiewende zu werden und jährlich zusätzliche Einnahmen zu generieren. Unabhängig davon, ob Ladeinfrastruktur betrieben oder biogene Kraftstoffe angeboten werden, ist die THG-Prämie für Tankstellen ein nicht zu vernachlässigender Baustein der wirtschaftlichen Zukunft.
Carbonify Redaktion
6. November 2026
Welche Bedeutung hat die THG-Quote für Tankstellen?
Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein gesetzliches Instrument, durch das der Bund die Senkung der Emissionen vorantreibt. Während Mineralölunternehmen zu eigenen CO2-Einsparungen oder dem Ausgleichskauf entsprechender Emissionsminderungszertifikate verpflichtet sind, können Tankstellen die THG-Quote für sich nutzen. THG-Dienstleister (wie carbonify) aggregieren verschiedene Mengen, zertifizieren sie über das UBA und veräußern sie als Quotenmengen im Handel mit Verpflichteten. Somit tragen Tankstellen aktiv zur Erfüllung der Quote bei, treiben den Klimaschutz voran und können sich die THG-Prämie sichern. Wichtig ist: Nicht nur klassische E-Ladesäulen sind relevant. Auch alternative Kraftstoffe und moderne Tankstellenkonzepte spielen eine immer größere Rolle.
Wie Tankstellen zur Erfüllung der THG-Quote beitragen können
Als Unternehmer kannst du also klimafreundliche Energie bereitstellen, benötigte Minderungen liefern und diese als Tankstelle im Rahmen der THG-Quote vermarkten. Denk hierbei beispielsweise an:
Ladesäulen für Elektrofahrzeuge
Bio-LNG- und Bio-CNG-Säulen
Jede geladene Kilowattstunde und jeder Liter zertifizierter Biokraftstoff stehen rechnerisch für eingesparte Emissionen. Wir registrieren und bündeln diese Einsparungen für dich, damit diese zertifiziert und anschließend an quotenpflichtige Unternehmen verkauft werden.
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Wer ist antragsberechtigt – und für welche Angebote?
Antragsberechtigt sind Betreiber von Tankstellenanlagen, die direkt klimafreundliche Energie an private und geschäftliche Kunden abgeben. Die THG-Quote ist dabei für einzelne Tankstellen ebenso interessant wie für Betreiber größerer Netze. Relevant sind unter anderem öffentliche Ladepunkte, Zapfsäulen für Biomethan sowie HVO-Angebote. Wichtig sind in jedem Fall die korrekte Messung, Dokumentation und Nachweisführung der abgegebenen Energiemengen.
Worauf müssen Tankstellen bei der THG-Quote achten?
Nicht jede Tankstelle sieht gleich aus – und das ist auch gut so. Die THG-Quote ist flexibel genug, um unterschiedliche Geschäftsmodelle abzubilden. Wichtig ist nur, dass die angebotenen Energieträger in vollem Maße zur Emissionsminderung beitragen und sauber dokumentiert sind. Ob klassisch oder hochmodern: Die THG-Quote eröffnet Tankstellen vielfältige Möglichkeiten.
Für die Anrechnung zählen:
geeichte und zuverlässige Messsysteme
die korrekte und vollständige Eintragung relevanter Anlagen im Marktstammdatenregister
eine eindeutige Zuordnung der Energiemengen zu einzelnen Ladepunkten oder Zapfstellen
lückenlose Abrechnungs- und Verbrauchsdaten, die eine jährliche Prüfung ermöglichen
anerkannte Nachhaltigkeits- und Herkunftsnachweise bei biogenen Kraftstoffen
Insbesondere bei Ladeinfrastruktur in Deutschland spielen Themen wie Eichrecht und Smart-Meter-Gateways eine zentrale Rolle. Fehlende oder fehlerhafte Messungen führen bei Tankstellen schnell zur Nichtanerkennung der THG-Quote.
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Vorteile der einzelnen Tankstellenangebote für die THG-Quote im Überblick
Bei hoher Auslastung der Säulen summieren sich die Beträge der THG-Prämie für Tankstellen schnell. Besonders Schnellladepunkte an verkehrsstarken Standorten erreichen relevante Volumina und damit attraktive Tankstellenerlöse aus der THG-Quote. Das größte Potenzial entsteht durch Kombinationen. Wer sowohl Strom als auch biogene Kraftstoffe anbietet, kann Einsparungen optimal bündeln. Dadurch steigt nicht nur der Gesamtertrag, sondern auch die Planungssicherheit.
Das Betreiben öffentlicher Ladeinfrastruktur (AC/DC)
Öffentliche Ladepunkte sind der bekannteste Weg, um als moderne Tankstelle von der THG-Quote zu profitieren. Jede abgegebene Kilowattstunde Ladestrom kann angerechnet werden. Besonders attraktiv sind DC-Schnellladepunkte mit hohem Durchsatz. Du solltest jedoch beachten, dass deine Ladepunkte öffentlich zugänglich sind und der Strombezug fehlerfrei und eindeutig gemessen wird. Für viele Tankstellen ist Ladeinfrastruktur für E-Autos inzwischen ein zentraler Zukunftsbaustein. Der Ausbau lindert zudem die noch immer vorhandene Reichweitenangst und fördert die nachhaltige Mobilität auf dem Land und in der Stadt.
Das Angebot biogener Kraftstoffe (CNG, LNG, HVO)
Biogene Kraftstoffe besitzen nach wie vor eine wichtige Bedeutung, insbesondere im Schwerlast- und Gewerbebereich. Durch das Anbieten von CNG, LNG oder HVO aus nachhaltigen biogenen Quellen, nach RED-II- oder RED-III-Kriterien, können Tankstellen ebenfalls THG-Quoten generieren. Voraussetzung ist ein anerkannter Nachhaltigkeitsnachweis für den jeweiligen Kraftstoff. Befindest du dich an einem Standort ohne Ladeinfrastruktur oder passieren zahlreiche Lkw deine Tankstelle, können diese Energieträger eine attraktive Möglichkeit darstellen, um dennoch vom Quotensystem zu profitieren.
Hybride Modelle – das Beste aus beiden Welten
Besonders interessant sind hybride Tankstellenkonzepte. Wer mehrere klimafreundliche Energieträger kombiniert, kann sein Quotenpotenzial deutlich steigern.
Typische Vorteile hybrider Modelle sind:
eine bessere Auslastung der Infrastruktur
höhere Gesamterlöse aus der THG-Quote
größere Unabhängigkeit von einzelnen Technologien
Solche Konzepte gelten deshalb als besonders zukunftsfähig. Um die nötigen technischen Rahmenbedingungen zu liefern und die THG-Quote als Tankstelle zu nutzen, ist eine frühzeitige technische und organisatorische Prüfung ausschlaggebend.
THG-Quote als Tankstelle einfach beantragen – carbonify unterstützt
Die Registrierung für die THG-Quote muss für Tankstellen nicht komplex sein. carbonify begleitet von der Bereitstellung „grüner Kraftstoffe“ über die Prüfung aller Nachweise bis hin zur fairen und unkomplizierten Auszahlung der THG-Prämie. Unser Ziel ist es, den administrativen Aufwand der THG-Quote für Tankstellen so gering wie möglich zu halten.
Was carbonify übernimmt:
Technische Prüfung: Wir prüfen vorab, ob die gegebene technische Infrastruktur sowie Unterlagen quotenfähig sind. Dazu gehören Ladepunkte, Messsysteme und Kraftstoffzertifikate. So vermeiden wir unnötige Ablehnungen.
Schnittstellen zu Abrechnungssystemen: Bei carbonify arbeiten wir mit gängigen Abrechnungs- und Backend-Systemen. Verbrauchsdaten können automatisiert übernommen und korrekt zugeordnet werden. Das reduziert Fehler und spart Zeit im laufenden Betrieb.
Abwicklung, Monitoring & Auszahlung: Von der Einreichung über das Monitoring bis zur Auszahlung läuft bei uns ein Großteil digital. Betriebe behalten jederzeit den Überblick über Quoten und Erlöse, ohne sich selbst mit Behörden beschäftigen zu müssen.
Know-how zu rechtlichen Pflichten: So attraktiv die THG-Quote auch ist – für Tankstellen bringt sie auch klare Anforderungen mit sich. Wer diese nicht erfüllt, riskiert Ablehnungen oder Verzögerungen. Unser Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen spart dir Zeit und Nerven.
In Zeiten steigenden Kostendrucks lohnt es sich, zusätzliche Erlösquellen konsequent zu nutzen. Wir informieren darüber, ob und wie sich die THG-Quote für Unternehmen wie Tankstellen lohnt. Eine kurze Prüfung reicht oft aus, um Potenziale zu erkennen. Wer wirtschaftliche Hebel sucht, um das eigene Unternehmen auf die Mobilität der Zukunft auszurichten, ist bei carbonify richtig.
Wir begleiten Tankstellen transparent auf dem Weg zur THG-Quote.