Klingt kompliziert, ist es aber nicht: Was ist die THG-Prämie eigentlich?

22.10.2023 · THG-Quote

Von Alischa Knüttel

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THG-Prämie was ist das - Thumbnail Blog

THG-Prämie, THG-Quote, Elektromobilität, Verkehrswende oder Quotenhandel. Diese Begriffe fallen oft zusammen, wenn man sich in diesem Bereich informiert.

Wir klären jetzt auf: Was ist eine THG-Prämie und wer bekommt sie?

Was ist die THG-Prämie?

Die THG-Prämie ist das Geld, dass man ausgezahlt bekommt, wenn man die THG-Quote für eingesparte Emissionen im Verkehrssektor an quotenverpflichtete Unternehmen, wie z. B. Mineralölunternehmen verkauft.

THG-Quote steht für Treibhausgasminderungsquote und bezweckt, die Energiewende im Verkehrssektor voranzutreiben. Dabei wird die Mineralölwirtschaft gesetzlich verpflichtet, Jahr für Jahr einen höheren Prozentanteil der verursachten Emissionen einzusparen. Aktuell beträgt diese Einsparungsquote für quotenverpflichtete Unternehmen 8 % und wird bis 2030 schrittweise angehoben.

THG-Prämie Anstieg für Unternehmen

Um diese Einsparungen zu erfüllen, können quotenverpflichtete Unternehmen verschiedene Maßnahmen ergreifen, wie z. B. ihren Treibstoffen einen Anteil von Biokraftstoffen beimischen. Wenn am Ende des Kalenderjahres die dafür festgelegte Quote vom Unternehmen nicht erfüllt wurde, muss eine Pönale (Strafzahlung) an den Staat entrichtet werden.

Diese Pönale liegt aktuell bei 600 € pro Tonne CO₂.

Zusammenfassend gesagt verkauft man seine eigene CO₂-Einsparung an quotenverpflichtete Unternehmen. So fließt Geld auf direktem Wege aus der Mineralölindustrie zu Elektromobilisten.

Die ausgezahlten THG-Prämien variieren unterjährig. Die THG-Quote liegt zwar gesetzlichen Regularien zugrunde, der Erlös wird allerdings durch einen Handel gewonnen, der Schwankungen unterliegt. Wir bei carbonify behalten den Markt ständig im Auge und passen unsere THG-Prämien transparent an.

Wichtig: Die Prämienhöhe, die zum Zeitpunkt der Registrierung auf unserer Website steht, ist genau der Betrag, der letztlich ausgezahlt wird.

Einfach gesagt: Jedes in Deutschland gemeldete Elektroauto erhält jährlich eine THG-Quote für seine eingesparten Treibhausgasemissionen.

Wer bekommt die THG-Prämie?

Folgende Personen können die THG-Prämie beantragen:

Aktuell können alle eine THG-Quote beantragen, die Halter eines E-Fahrzeuges von quotenberechtigen Fahrzeugklassen oder Betreiber von öffentlichen Ladepunkten sind.

Da die quotenverpflichteten Unternehmen jede Menge Quoten auf einmal brauchen, lohnt es sich für sie nicht, die THG-Quoten einzeln aufzukaufen. Deshalb gibt es THG-Quotenvermittler, wie carbonify, um die Quoten vieler zu vereinen (sog. „Pooling“). Da carbonify große Quotenvolumen handelt, erzielen wir Bestpreise, die wir mit hohen Prämienzahlungen an unsere Kundschaft weiter geben.

Wichtig ist es, einen fairen Anbieter zu wählen, bei dem die THG-Prämie transparent und garantiert ausgezahlt wird. Bei carbonify bieten wir genau das und einen super einfachen Registrierungsprozess obendrauf. Ladet jetzt Euren Fahrzeugschein hoch und registriert Euch ganz leicht hier.

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Wir haben alle weiteren Informationen für Dich in unseren FAQ zusammengetragen.

Was ist die THG-Quote bzw. die Treibhausgasminderungsquote?

Die Treibhausgasminderungsquote oder kurz die THG-Quote ist ein gesetzliches Klimaschutzinstrument, um den Ausstoß von CO2-Emissionen insbesondere im Verkehrssektor zu reduzieren.

Der THG-Quotenhandel liegt der THG-Quote zugrunde. Unternehmen, wie Mineralölkonzerne, die fossile Kraftstoffe, (z. B. Diesel oder Benzin) in Umlauf bringen und so maßgeblich zum CO2-Ausstoß beitragen, werden durch die THG-Quote dazu verpflichtet, ihre Emissionen jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz zu reduzieren.


Im Jahr 2030 soll dieser Satz bei 25 % liegen. Bei Nichteinhaltung der Quote wird eine Strafzahlung (Pönale) für jede nicht eingesparte Tonne CO2 fällig. Die Pönale ist wesentlich teurer: Aktuell liegt sie bei 600 € pro Tonne ausgestoßenem CO2.


Die THG-Quoten von Dritten wie z. B. E-Mobilisten aufzukaufen, wenn quotenverpflichtete Unternehmen ihre THG-Quote nicht durch andere Maßnahmen, wie z. B. das Beimischen von Ökokraftstoffen erfüllen können, bildet die Nachfrage im THG-Quotenhandel.

Die THG-Quote ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV Nr. 38) geregelt. Gemäß der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung ist das Umweltbundesamt für die Prüfung der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe zuständig und zertifiziert die von carbonify eingereichten THG-Quotenanträge.


Seit Ende Juli 2023 sind Neuerungen in der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung in Kraft getreten.

Hauptsächlich sind es Mineralölkonzerne, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Treibhausgasemissionen im Rahmen der THG-Quote jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz zu mindern.


Halten die quotenverpflichteten Unternehmen sich nicht an Ihre Quote, wird eine Strafzahlung für jede nicht eingesparte Tonne CO2 in Höhe von 600 € pro Tonne CO2 fällig.


Ein Quotenverpflichteter hat unterschiedliche Erfüllungsoptionen, um die Anforderungen der THG-Quotenerfüllung zu bewerkstelligen. Insbesondere ist es der Verkauf von Biokraftstoffen, wie z. B. E10 oder E5 an der Tankstelle.


Da die THG-Minderungsquote in den vergangenen Jahren jedoch bedeutend gestiegen ist und bis 2030 auf 25 % steigen wird, schaffen Mineralölkonzerne es nicht allein durch den Verkauf von Biokraftstoffen die Anforderungen zu erfüllen, sodass Strafzahlungen drohen. Deswegen werden THG-Quotenmengen durch öffentliche Ladeinfrastruktur generiert oder die eingesparten CO2-Emissionen von Privatpersonen oder Unternehmen gekauft.

Die THG-Quote kann von allen Haltern von E-Autos, sowie von Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um private E-Auto-Besitzer, E-Flottenbetreibern in Unternehmen oder Eigentümer von öffentlicher Ladeinfrastruktur handelt. Allerdings gibt es bei den Fahrzeugen eine Unterscheidung: Es müssen quotenberechtigte Fahrzeuge sein.

Die THG-Quote kann einmal pro Kalenderjahr beim Umweltbundesamt beantragt werden. Gesetzlich ist das Instrument bis 2030 vorgesehen.

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Vanessa

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