E-Auto-Batterie Lebensdauer: So lässt sie sich maximieren
07.11.2023 · Elektromobilität
Von Alischa Knüttel


Das Gerücht, dass der Akku eines E-Autos keine hohe Lebensdauer habe und maximal 100.000 Kilometer schaffe, hält sich unter Elektroautokritikern noch immer hartnäckig.
Wenngleich diese Sorgen per se unbegründet sind, empfiehlt es sich, auf einige wichtige Aspekte zu achten, um sicherzustellen, dass Ihr E-Auto und dessen Batterie über eine lange Lebensdauer verfügen. Nachhaltige Energiequellen haben das Potenzial, unseren Energiebedarf zu decken und Emissionen zu reduzieren. Da diese jedoch nicht immer gleich viel Strom generieren, kommt Stromspeichern eine besondere Bedeutung zu.
Wo liegt die Lebensdauer des Akkus bei E-Auto heute?
Die Batterie ist das größte, schwerste und teuerste Bauteil eines Elektroautos. Daher fragen sich viele potenzielle E-Autohalter schon im Vorfeld, wie lange die Lebensdauer des Akkus im E-Auto reicht, bevor ein Austausch nötig wird—denn mit abnehmender Kapazität reduziert sich auch die Reichweite des Fahrzeugs.
Gemäß den Angaben des TÜV Nord beträgt die durchschnittliche Lebensdauer von Batterien in Elektroautos acht bis zehn Jahre. Erst dann sinkt die Kapazität der Elektroauto-Batterie und damit die Lebensdauer unter 70 Prozent. Moderne Lithium-Ionen-Akkus können bis zu 1.000 vollständige Ladezyklen von leer bis voll durchlaufen. Abhängig von Faktoren wie Batteriekapazität, Stromverbrauch und Fahrzeugmodell sind daher oft weit über 100.000 Kilometer Fahrleistung möglich, bevor erste Leistungseinbußen spürbar werden.
Folglich ist die tatsächliche Lebensdauer des Akkus in einem Elektroauto häufig höher. Das lässt sich auch an den Garantien der Hersteller sehen. Diese gewährleisten eine Lebensdauer der E-Auto-Batterie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern, mit der Zusicherung, dass mindestens 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität erhalten bleiben. Das bedeutet: Hatte das E-Auto beim Kauf eine Reichweite von 450 Kilometern, sollten nach der angegebenen Zeit oder Laufleistung noch mindestens 315 Kilometer bei voller Ladung möglich sein.
Warum verliert der Elektroauto-Akku an Lebensdauer und Kapazität?
Die Antriebsbatterie eines Elektroautos verliert im Laufe der Zeit an Leistungsfähigkeit, ähnlich wie bei einem Smartphone-Akku. Dies führt einerseits zu einer schrittweisen Verringerung der Reichweite des Fahrzeugs und andererseits zur Verringerung der Auto-Akku-Lebensdauer. Hauptursachen für den Kapazitätsverlust sind die natürliche Alterung der Lithium-Ionen-Akkus und die Beanspruchung durch Lade- und Entladezyklen. Mit zunehmendem Alter verändern sich ferner die Materialeigenschaften der Batterie. Auch das hat Einfluss auf den Akku im E-Auto und dessen Lebensdauer. Grund: Die Speicherkapazität reduziert sich. Zudem beschleunigt sogenannter „Ladestress“ durch häufiges Schnellladen den Alterungsprozess, mindert die Leistungsfähigkeit weiter und verringert die E-Auto-Akku-Haltbarkeit.
6 Tipps, um die Lebensdauer der Batterie im Elektroauto zu erhöhen
Gegen eine schnelle Abnahme der Lebensdauer von E-Auto Batterien kann man selbst etwas tun. Die nachfolgenden 6 Tipps helfen, die Lebensdauer der E-Auto-Batterie zu verlängern.
Nachhaltiges Laden und Entladen bringt mehr Lebensdauer des Akkus
Einer der wichtigsten Faktoren, um die Lebensdauer der E-Auto-Batterie zu erhöhen, ist die Art und Weise, wie das Elektroauto geladen und entladen wird. Der Akku sollte nie vollständig entladen werden. Die meisten Elektroautos haben eine Ladebegrenzung von etwa 80–90 %, um die Lebensdauer des Akkus zu maximieren. Diese sollte nur überschritten werden, wenn eine lange Fahrt ansteht und jede Kilowattstunde benötigt wird.
Was viele nicht wissen: Moderne Elektrofahrzeuge verfügen über ein intelligentes Batteriemanagementsystem (BMS), das die Temperatur und Spannung der Batteriezellen überwacht und sicherstellt, dass diese weder überhitzen noch zu kalt werden. Auch das trägt bei E-Auto-Batterien zur längeren Lebensdauer bei.
Schnellladen vermeiden und Lebensdauer des Akkus verlängern
Schnellladen mag zwar praktisch sein, sollte jedoch nicht zur Regel werden. Häufiges Schnellladen kann den Verschleiß des Akkus beschleunigen. HPC-Stationen sollten daher nur genutzt werden, wenn es wirklich notwendig ist. Zum Schutz des Akkus und Optimierung der Lebensdauer ist es also empfehlenswert, auf häufiges Schnellladen zu verzichten.
Stattdessen sollte man versuchen, den Akku möglichst oft batterieschonend an der AC-Ladesäule oder an der heimischen Wallbox über Nacht aufzuladen.
Niedrige Lebensdauer: Temperaturmanagement optimieren
Auch die Temperatur bildet einen entscheidenden Faktor für die Lebensdauer eines Lithium-Ionen-Akkus. Sowohl extrem hohe als auch niedrige Temperaturen können die Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit beeinträchtigen.
Wer die E-Auto-Akku-Lebensdauer also verlängern möchte, sollte das E-Auto daher in einem moderaten Temperaturbereich halten. An heißen Tagen sollte es, wenn möglich, im Schatten oder in einer Garage geparkt werden. Ebenso ist es nicht ratsam, das Fahrzeug bei sehr niedrigen Temperaturen mit leerem Akku stehenzulassen.
Software-Updates für mehr Lebensdauer des Akkus
Die Software des Fahrzeugs sollte stets auf dem neuesten Stand gehalten werden. Die meisten Hersteller veröffentlichen immer wieder Updates, die die Effizienz und Lebensdauer des Akkus verbessern können, daher sollten sämtliche Updates zeitnah installiert werden.
Ebenso wichtig: Elektroautos sollten entsprechend den Vorgaben des Herstellers regelmäßig in einer Fachwerkstatt gewartet werden. Geschultes Personal überprüft den Zustand der Antriebsbatterie und sorgt für eine optimale Funktion der Technik. Reparaturen am Akku sollten ausschließlich von qualifizierten Kfz-Betrieben durchgeführt werden.
Vorausschauendes Fahren zur Verlängerung der Lebensdauer einer E-Auto-Batterie
Intensive Beschleunigungen belasten die Antriebsbatterie, insbesondere wenn sie dazu noch kalt ist. Keine gute Idee, wenn es um die Lebensdauer des E-Auto-Akkus geht. Eine moderate und vorausschauende Fahrweise hingegen reduziert die Belastung auf die Batteriezellen und spart zudem eine Menge Energie. Viele Elektrofahrzeuge verfügen über einen ECO-Modus, der die Motorleistung drosselt und den Stromverbrauch senkt. Das wiederum wirkt sich auf Reichweite und am Ende die Lebensdauer des Akkus positiv aus.
Lagerung bei längerer Nichtbenutzung des Fahrzeugs beeinflusst die Lebensdauer des Akkus!
Wenn das Elektroauto für längere Zeit nicht verwendet wird, zum Beispiel während einer mehrwöchigen Urlaubsreise, sollte der Akku auf etwa 50 % aufgeladen und das Fahrzeug an einem kühlen, trockenen Ort geparkt werden. Dies hilft, den Akku in einem bestmöglichen Zustand zu halten und die Akku-E-Auto-Lebensdauer zu steigern. Kommt das E-Auto nach längerer Standzeit wieder zum Einsatz, ist ein Vorab-Check der Batterie unabdingbar.
Viele Jahre Freude mit der E-Auto-Batterie und einer langen Lebensdauer
Moderne Elektroautos sind mit langlebigen Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet. Hersteller garantieren häufig eine Laufzeit von acht Jahren oder 160.000 Kilometern bei mindestens 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität. Selbst nach acht bis zehn Jahren erreichen die meisten E-Auto-Akkus noch bis zu 86 Prozent ihrer Kapazität, was bei einer ursprünglichen Reichweite von 450 Kilometern immer noch etwa 380 Kilometer bedeutet. Natürlich ist auch nach Ablauf der Garantie ein Austausch der Batterie nicht zwingend erforderlich, wenn die reduzierte Reichweite den Anforderungen entspricht.
Die Lebensdauer eines Elektroauto-Akkus kann also problemlos viele Jahre betragen, aber die richtige Pflege spielt eine entscheidende Rolle dabei. Indem Fahrer auf genannte Punkte achten und die Anweisungen des jeweiligen Autoherstellers befolgen, schonen sie die E-Auto-Batterie und stellen eine lange Lebensdauer sicher.
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FAQ: E-Auto-Batterie Lebensdauer
Wie kann man die Lebensdauer einer E-Auto-Batterie herausfinden?
Der State of Health (SoH) gibt als prozentualer Wert an, wie viel Kapazität die Antriebsbatterie im Vergleich zum Neuzustand noch besitzt. Viele Elektroautos ermöglichen es, den aktuellen SoH direkt einzusehen, beispielsweise über eine Smartphone-App. Alternativ kann der Akkuzustand auch bei Inspektionen oder während der Hauptuntersuchung überprüft werden.
Was beeinflusst die E-Auto-Batterie-Lebensdauer?
Die Lebensdauer der Antriebsbatterie eines Elektroautos wird von mehreren Faktoren bestimmt. Entscheidende Einflussgrößen sind dabei der Fahrstil, Temperaturschwankungen und die Anzahl der Ladezyklen.
Was ist ein intelligentes Batteriemanagement (BMS)?
Das intelligente Batteriemanagementsystem (BMS) überwacht den Zustand jeder Batteriezelle, misst kontinuierlich Temperatur und Spannung und greift bei Abweichungen ein. Im Winter heizt es die Zellen vor, im Sommer kühlt es diese ab, um extreme Temperaturen zu vermeiden. Sie könnten die E-Auto-Batterie-Lebensdauer verkürzen.
Zusätzlich schützt das BMS vor Überladungen und Tiefentladungen. Damit die Lebensdauer des E-Auto-Akkus also möglichst lange hält, sorgt das BMS dafür, dass er im Alltag meist nur bis zu 80 Prozent geladen wird. Eine vollständige Ladung auf 100 Prozent vor längeren Fahrten muss manuell aktiviert werden.
Was kann man tun, wenn die Lebensdauer bzw. Kapazität des Akkus innerhalb der Garantiezeit unter den vereinbarten Wert fällt?
Sinkt die Akkukapazität und damit die E-Auto-Batterie-Lebensdauer während der Garantiezeit unter den vereinbarten Wert, übernimmt der Hersteller die Reparatur. Vorausgesetzt die Bedingungen sind erfüllt. Dazu gehören die Einhaltung der Wartungsvorgaben, regelmäßige Software-Updates, der Verzicht auf unsachgemäße Eingriffe sowie die Vermeidung von Tiefentladungen.
Für den Akkutausch ist eine qualifizierte Vertragswerkstatt erforderlich, die sich mit dem Handling der Hochvolt-Technologie auskennt. Auch nach Ablauf der Garantie sollten Reparaturen ausschließlich von entsprechend geschultem Personal durchgeführt werden.
Das sagen unsere Geschäftspartner und Kunden über uns.
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Was versteht man unter dem THG-Quotenhandel?
Der THG-Quotenhandel liegt der THG-Quote zugrunde. Unternehmen, wie Mineralölkonzerne, die fossile Kraftstoffe, (z. B. Diesel oder Benzin) in Umlauf bringen und so maßgeblich zum CO2-Ausstoß beitragen, werden durch die THG-Quote dazu verpflichtet, ihre Emissionen jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz zu reduzieren.
Im Jahr 2030 soll dieser Satz bei 25 % liegen. Bei Nichteinhaltung der Quote wird eine Strafzahlung (Pönale) für jede nicht eingesparte Tonne CO2 fällig. Die Pönale ist wesentlich teurer: Aktuell liegt sie bei 600 € pro Tonne ausgestoßenem CO2.
Die THG-Quoten von Dritten wie z. B. E-Mobilisten aufzukaufen, wenn quotenverpflichtete Unternehmen ihre THG-Quote nicht durch andere Maßnahmen, wie z. B. das Beimischen von Ökokraftstoffen erfüllen können, bildet die Nachfrage im THG-Quotenhandel.
Auf welcher Gesetzesgrundlage werden die Zertifikate der THG-Quote ausgegeben?
Die THG-Quote ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV Nr. 38) geregelt. Gemäß der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung ist das Umweltbundesamt für die Prüfung der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe zuständig und zertifiziert die von carbonify eingereichten THG-Quotenanträge.
Seit Ende Juli 2023 sind Neuerungen in der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung in Kraft getreten.
An wen wird die THG-Quote verkauft?
Hauptsächlich sind es Mineralölkonzerne, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Treibhausgasemissionen im Rahmen der THG-Quote jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz zu mindern.
Halten die quotenverpflichteten Unternehmen sich nicht an Ihre Quote, wird eine Strafzahlung für jede nicht eingesparte Tonne CO2 in Höhe von 600 € pro Tonne CO2 fällig.
Ein Quotenverpflichteter hat unterschiedliche Erfüllungsoptionen, um die Anforderungen der THG-Quotenerfüllung zu bewerkstelligen. Insbesondere ist es der Verkauf von Biokraftstoffen, wie z. B. E10 oder E5 an der Tankstelle.
Da die THG-Minderungsquote in den vergangenen Jahren jedoch bedeutend gestiegen ist und bis 2030 auf 25 % steigen wird, schaffen Mineralölkonzerne es nicht allein durch den Verkauf von Biokraftstoffen die Anforderungen zu erfüllen, sodass Strafzahlungen drohen. Deswegen werden THG-Quotenmengen durch öffentliche Ladeinfrastruktur generiert oder die eingesparten CO2-Emissionen von Privatpersonen oder Unternehmen gekauft.
Wer kann die THG-Quote beantragen?
Die THG-Quote kann von allen Haltern von E-Autos, sowie von Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um private E-Auto-Besitzer, E-Flottenbetreibern in Unternehmen oder Eigentümer von öffentlicher Ladeinfrastruktur handelt. Allerdings gibt es bei den Fahrzeugen eine Unterscheidung: Es müssen quotenberechtigte Fahrzeuge sein.
Für welchen Zeitraum kann die THG-Quote von E-Mobilisten und Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden?
Die THG-Quote kann einmal pro Kalenderjahr beim Umweltbundesamt beantragt werden. Gesetzlich ist das Instrument bis 2030 vorgesehen.
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Vanessa
Kundenberaterin
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