Wieso sind Stromspeicher so wichtig für die Etablierung erneuerbarer Energien?

05.11.2023 · Energie- und Verkehrswende

Von Alischa Knüttel

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In einer Welt, in der der Klimawandel immer bedrohlicher wird und die Ressourcen fossiler Brennstoffe zur Neige gehen, bilden erneuerbare Energien die Zukunft der Energieerzeugung.

Wind- und Solarenergie sind zwei der prominentesten Beispiele für nachhaltige Energiequellen, die das Potenzial besitzen, unseren Energiebedarf zu decken und gleichzeitig die Umweltbelastung massiv zu reduzieren. Aber warum sind Stromspeicher in dieser Gleichung so wichtig?

Erneuerbare Energien: Stromspeicher sorgt für Verfügbarkeit

Eine der größten Herausforderungen bei der Nutzung von Wind- und Solarenergie besteht bekanntlich darin, dass sie nicht konstant verfügbar sind. Wind weht nicht immer, und die Sonne scheint nicht rund um die Uhr.

Stromspeicher ermöglichen es, den überschüssigen Strom, der während der Spitzenzeiten erzeugt wird, zu speichern und zu verwenden, wenn die erneuerbaren Energiequellen weniger produktiv sind. So kann Versorgungssicherheit gewährleistet und der Bedarf an Backup-Kraftwerken, die oft auf fossilen Brennstoffen basieren, reduziert werden.

Stromspeicher helfen bei Integration im Stromnetz

Stromspeicher spielen zudem eine entscheidende Rolle bei der Integration erneuerbarer Energien in das bestehende Stromnetz. Sie können dazu beitragen, Engpässe zu vermeiden, indem sie überschüssigen Strom speichern und bei Bedarf abgeben. Das ermöglicht eine zuverlässige Energieversorgung, selbst wenn erneuerbare Energiequellen unvorhersehbare Schwankungen aufweisen.

Stromspeicher als dezentrale Speichersysteme

Stromspeicher können auch dazu beitragen, die Abhängigkeit von zentralisierten Energieversorgungssystemen zu verringern. Insbesondere in entlegenen Gebieten oder in Regionen mit instabilen Stromnetzen ermöglichen es dezentrale Speichersysteme den Menschen, auf erneuerbare Energiequellen zurückzugreifen, um ihren Energiebedarf zu decken. So wird eine gewisse Unabhängigkeit und Resilienz gegenüber Energiekrisen etabliert.

Nicht zu vergessen: Die Entwicklung von Stromspeichertechnologien schafft zahlreiche Arbeitsplätze. Die wachsende Nachfrage nach Speicherlösungen hat dazu geführt, dass die Kosten für Batterien und andere Speichertechnologien in den letzten Jahren erheblich gesunken sind, was die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien, die im Volksmund als „zu teuer“ gelten, weiter verbessert.

Auch E-Autos können als Stromspeicher genutzt werden!

Übrigens können auch Elektroautos als Stromspeicher dienen! Das Auto kann geladen werden, wenn die Nachfrage nach Strom gering ist und die gespeicherte Energie später wieder ins Netz abgeben, wenn gerade keine Sonne scheint oder kaum Wind weht.

Dieser Prozess, besser bekannt als V2G (Vehicle-to-Grid), ermöglicht es Elektrofahrzeugen, intelligent zur Stabilisierung des Stromnetzes beizutragen. So kann das E-Auto seine Batterie während preiswerter Zeiten aufladen und den überschüssigen Strom zu Spitzenzeiten zurückgeben, was sowohl finanzielle als auch umweltfreundliche Vorteile bietet.

Stromspeicher sind unverzichtbar für den Ausbau erneuerbarer Energien

Es lässt sich also zusammenfassend sagen, dass Stromspeicher unverzichtbar für die erfolgreiche Einführung erneuerbarer Energien sind. Sie helfen dabei, die Unvorhersehbarkeit und Fluktuation dieser neuen Energiequellen zu bewältigen, tragen zur Stabilität des Stromnetzes bei und fördern zudem die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes.

Die Investition in Stromspeicher ist deshalb ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung.

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Was ist die THG-Quote bzw. die Treibhausgasminderungsquote?

Die Treibhausgasminderungsquote oder kurz die THG-Quote ist ein gesetzliches Klimaschutzinstrument, um den Ausstoß von CO2-Emissionen insbesondere im Verkehrssektor zu reduzieren.

Der THG-Quotenhandel liegt der THG-Quote zugrunde. Unternehmen, wie Mineralölkonzerne, die fossile Kraftstoffe, (z. B. Diesel oder Benzin) in Umlauf bringen und so maßgeblich zum CO2-Ausstoß beitragen, werden durch die THG-Quote dazu verpflichtet, ihre Emissionen jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz zu reduzieren.


Im Jahr 2030 soll dieser Satz bei 25 % liegen. Bei Nichteinhaltung der Quote wird eine Strafzahlung (Pönale) für jede nicht eingesparte Tonne CO2 fällig. Die Pönale ist wesentlich teurer: Aktuell liegt sie bei 600 € pro Tonne ausgestoßenem CO2.


Die THG-Quoten von Dritten wie z. B. E-Mobilisten aufzukaufen, wenn quotenverpflichtete Unternehmen ihre THG-Quote nicht durch andere Maßnahmen, wie z. B. das Beimischen von Ökokraftstoffen erfüllen können, bildet die Nachfrage im THG-Quotenhandel.

Die THG-Quote ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV Nr. 38) geregelt. Gemäß der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung ist das Umweltbundesamt für die Prüfung der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe zuständig und zertifiziert die von carbonify eingereichten THG-Quotenanträge.


Seit Ende Juli 2023 sind Neuerungen in der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung in Kraft getreten.

Hauptsächlich sind es Mineralölkonzerne, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Treibhausgasemissionen im Rahmen der THG-Quote jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz zu mindern.


Halten die quotenverpflichteten Unternehmen sich nicht an Ihre Quote, wird eine Strafzahlung für jede nicht eingesparte Tonne CO2 in Höhe von 600 € pro Tonne CO2 fällig.


Ein Quotenverpflichteter hat unterschiedliche Erfüllungsoptionen, um die Anforderungen der THG-Quotenerfüllung zu bewerkstelligen. Insbesondere ist es der Verkauf von Biokraftstoffen, wie z. B. E10 oder E5 an der Tankstelle.


Da die THG-Minderungsquote in den vergangenen Jahren jedoch bedeutend gestiegen ist und bis 2030 auf 25 % steigen wird, schaffen Mineralölkonzerne es nicht allein durch den Verkauf von Biokraftstoffen die Anforderungen zu erfüllen, sodass Strafzahlungen drohen. Deswegen werden THG-Quotenmengen durch öffentliche Ladeinfrastruktur generiert oder die eingesparten CO2-Emissionen von Privatpersonen oder Unternehmen gekauft.

Die THG-Quote kann von allen Haltern von E-Autos, sowie von Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um private E-Auto-Besitzer, E-Flottenbetreibern in Unternehmen oder Eigentümer von öffentlicher Ladeinfrastruktur handelt. Allerdings gibt es bei den Fahrzeugen eine Unterscheidung: Es müssen quotenberechtigte Fahrzeuge sein.

Die THG-Quote kann einmal pro Kalenderjahr beim Umweltbundesamt beantragt werden. Gesetzlich ist das Instrument bis 2030 vorgesehen.

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