Du hast dein E-Auto frisch vom Händler abgeholt, doch es ist keine Ladesäule in der Nähe oder deine Wallbox ist defekt. Es gibt durchaus gute Gründe, warum ein E-Mobilist erwägt, das E-Auto einfach an der Steckdose in der Garage zu laden.
Keine Frage: Elektroautos haben gegenüber Verbrennern den Vorteil, dass sie sowohl unterwegs als auch zu Hause mit Energie versorgt werden können. Während bei längeren Fahrten das Laden an öffentlichen Stationen notwendig bleibt, reicht im Alltag oft das Aufladen im eigenen Zuhause aus. Bequem ist es doch daher, das E-Auto an der Steckdose zu laden, oder?
Theoretisch ist das auch möglich, nur raten wir bei carbonify davon ab! Warum wir so denken, erklären wir in diesem Beitrag.
Du hast dein E-Auto frisch vom Händler abgeholt, doch es ist keine Ladesäule in der Nähe oder deine Wallbox ist defekt. Es gibt durchaus gute Gründe, warum ein E-Mobilist erwägt, das E-Auto einfach an der Steckdose in der Garage zu laden.
Keine Frage: Elektroautos haben gegenüber Verbrennern den Vorteil, dass sie sowohl unterwegs als auch zu Hause mit Energie versorgt werden können. Während bei längeren Fahrten das Laden an öffentlichen Stationen notwendig bleibt, reicht im Alltag oft das Aufladen im eigenen Zuhause aus. Bequem ist es doch daher, das E-Auto an der Steckdose zu laden, oder?
Theoretisch ist das auch möglich, nur raten wir bei carbonify davon ab! Warum wir so denken, erklären wir in diesem Beitrag.
Welche Vorteile hat es, das E-Auto (nicht an der Steckdose) zuhause zuladen?
Das Aufladen des E-Autos an der Steckdose ist rein technisch möglich. Das Laden eines Elektroautos im heimischen Umfeld bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Die volle Reichweite steht sofort zur Verfügung, ohne dass Wartezeiten an öffentlichen Ladestationen notwendig sind. Darüber hinaus sind die Kosten für das Laden zu Hause in der Regel deutlich niedriger. An öffentlichen Ladestationen fallen Gebühren von 35 bis 80 Cent pro Kilowattstunde an.
Zudem besteht die Möglichkeit, den Strom aus ökologischen Quellen zu beziehen oder selbst erzeugten Strom zu nutzen. Damit geht der Vorteil einher, dass ein E-Mobilist noch unabhängiger wird und die Nachhaltigkeit verbessert. Dadurch entfällt auch die Notwendigkeit, sich mit unterschiedlichen Abrechnungsmodellen und Anbietern auseinandersetzen zu müssen.
Wichtig: Über die Haushaltssteckdose solltest du dein E-Auto dabei besser nicht laden, auch wenn das durchaus funktioniert. Wir erklären dir, warum.
Haushaltssteckdose als Ladesäule: Wann funktioniert es?
Das Aufladen des E-Autos an der Steckdose ist rein technisch möglich. Durch Adapter und ein ausreichend langes Kabel lässt sich das E-Auto mit einer herkömmlichen Haushaltssteckdose verbinden.
Doch das E-Auto über ein Ladekabel an der Haushaltssteckdose zu laden, kommt schnell an seine Grenzen. Haushaltssteckdosen sind für den Hausgebrauch ausgelegt. Der maximale Bemessungsstrom von 16 Ampere sollte für das E-Auto-Laden an der Haushaltssteckdose nicht zu lange oder im besten Fall gar nicht genutzt werden.
Das E-Auto an einer normalen Steckdose zu laden, kann durch den Alterungsprozess der Kontakte zu einem erhöhten Widerstand im Stromkreis führen.
Dadurch ist die Gefahr einer Überhitzung bzw. eines Brandes gegeben.
E-Auto laden: Die Steckdose ist keine gute Idee!
Das Laden eines Elektroautos an einer normalen Steckdose hat neben der Überhitzungsgefahr weitere klare Nachteile.
Ein E-Auto über eine Steckdose zu laden, dauert bis zu 4,5 Mal länger als an einer Wallbox. Die Durchflussmenge einer Steckdose beträgt etwa 2,3 kW in der Stunde. Je nach Kapazität des Akkus kann es bis zu 50 Stunden dauern, bis eine volle Ladung erreicht ist. In einigen Fällen kann das auch bedeuten, dass das Elektroauto über mehrere Tage an einer Steckdose geladen werden muss. E-Mobilisten sollten die Stromversorgung ihrer Häuser schützen und keine unnötigen Risiken eingehen. Hinzu kommen größere Ladeverluste und höhere Kosten.
Wichtig: Brandschäden, die beim Laden des Autos an einer Haushaltssteckdose entstehen, sind oft nicht automatisch durch die Gebäudeversicherung abgedeckt.
Statt E-Auto an Steckdose laden, besser an eine Wallbox hängen!
Wesentlich effizienter und insbesondere sicherer, als das E-Auto an einer normalen Steckdose zu laden, ist eine eigene Wallbox auf dem Grundstück. Eine Wallbox ist eine fest installierte Ladestation für Elektroautos, die an Wänden oder Säulen angebracht wird. Sie verbindet das E-Fahrzeug mit dem Stromnetz und sorgt für eine sichere und kontrollierte Energieversorgung. Dabei überwacht und reguliert die Wallbox den Stromfluss, anders als beim Laden des E-Autos zuhause über die Steckdose. Bei der Anschaffung ist es wichtig, sich vorab zu überlegen, wie hoch ihre Leistungskapazität sein soll, und wo sie platziert bzw. in das heimische Stromnetz integriert werden kann.
Je nach Modell kostet eine Wallbox 200 bis 2000 €.
Doch es lohnt sich: Wallboxen laden sehr sicher und können auch über Nacht angeschlossen werden. Wenn der Akku je nach Kapazität in wenigen Stunden geladen ist, fließt kein Strom mehr. Ähnlich wie beim Aufladen eines Smartphones. Bei der Ladezeit kommt es auch auf die Art der Wallbox an.
Als E-Mobilist fährst du dein E-Auto über Jahre hinweg. Eine sichere Lademöglichkeit zu haben, an dem das E-Auto die meiste Zeit sicher ist, erspart Stress und Risiken.
Als Alternative zum Laden an der Steckdose können Elektroautos an öffentlichen DC- oder AC-Ladestationen in Städten oder entlang von Autobahnen aufgeladen werden. Die Schnellaufladung erfolgt auf 80 Prozent in etwa 15 bis 30 Minuten. Allerdings sind die Kosten an öffentlichen Ladestationen häufig höher als das Laden zu Hause.
Voraussetzungen für eine Wallbox als Alternative zum E-Auto-Laden an einer Steckdose
Für den Betrieb einer Wallbox ist ein Starkstromanschluss mit 400 Volt erforderlich. Ein integrierter Fehlerschutzschalter sorgt für die nötige Sicherheit. Wer eine Wallbox als Alternative nutzen möchte, muss dabei in den meisten Fällen keine Genehmigung des zuständigen Netzbetreibers einholen.
Bei einer Wallbox besteht die Möglichkeit, zwischen einer 3,7-, 11- oder 22-Kilowatt-Variante zu wählen. In jedem Fall muss ein geeigneter Installationsort, wie eine Garage, ein Carport oder ein Stellplatz gefunden werden, um das Elektroauto problemlos aufladen zu können.
Wallbox-Arten, die das Laden des E-Auto an einer Steckdose überflüssig machen
Der Unterschied von Wallboxen definiert sich vor allem über die Leistungsspanne von 3,7 kW bis 22 kW. Eine Variante und tolle Alternative zu der Ladung über eine Steckdose fürs Elektroauto sind smarte Wallboxen, die eine effiziente Nutzung des Eigenstroms gewährleisten, indem sie die Ladevorgänge so steuern, dass diese zu besonders günstigen Zeiten stattfinden. Zusätzlich lassen sich Elektrofahrzeuge mit einer Solar-Ladefunktion direkt mit selbst erzeugtem Solarstrom versorgen.
Moderne Elektrofahrzeuge verwenden in der Regel einen Typ-2-Stecker, der in den meisten Wallboxen integriert ist. Zudem muss die Installation der Wallbox nach der Norm DIN VDE 0100-722 für Niederspannungsanlagen erfolgen, damit alle Sicherheits- und Funktionsstandards erfüllt sind.
So zeigt sich, dass Wallboxen die rundum bessere und sicherere Option sind, wenn du in Erwägung gezogen hast, dein Auto zu Hause an einer Steckdose zu laden – auch, wenn private Wallboxen nicht quotenberechtigt sind und du für sie keine THG-Prämie beantragen kannst.