Öffentliche Ladepunkte in Deutschland

Du fährst elektrisch oder denkst über den Umstieg nach und fragst dich, ob die Ladeinfrastruktur in Deutschland wirklich mithalten kann? Eine berechtigte Frage. Denn das beste Elektroauto nützt wenig, wenn man unterwegs nicht laden kann. Die gute Nachricht: Das Netz öffentlicher Ladepunkte in Deutschland wächst schneller als je zuvor. Es gibt allerdings noch Lücken, regionale Unterschiede und ein paar Dinge, die du über öffentliche Ladestationen wissen solltest – bevor du losfährst.

Was es aktuell an öffentlichen E-Auto-Ladestationen in Deutschland gibt, wie das Netz ausgebaut wird, und wie du als Betreiber einer Ladestation oder Inhaber eines E-Autos mit der THG-Prämie zusätzlich profitierst – das erfährst du hier.

Wie viele öffentliche Ladepunkte gibt es in Deutschland?

Deutschland hat in den letzten Jahren massiv in den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur investiert. Laut Bundesnetzagentur waren Anfang 2026 bundesweit über 130.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte registriert – ein deutlicher Anstieg gegenüber den rund 100.000 Punkten Ende 2024.

Davon entfällt ein wachsender Anteil auf Schnellladepunkte (ab 50 kW), die besonders für Fernreisen relevant sind. Der Großteil der Ladepunkte sind jedoch Normalladepunkte mit einer Leistung von bis zu 22 kW – gut geeignet für längere Standzeiten etwa beim Einkaufen, Parken oder Arbeiten.

Die Verteilung der Ladeinfrastruktur in Deutschland ist dabei alles andere als gleichmäßig: Ballungsräume wie München, Berlin, Hamburg oder Frankfurt sind deutlich besser versorgt als ländliche Regionen. Hier liegt noch erhebliches Ausbaupotenzial und politischer Handlungsbedarf.

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Rechtliche Grundlage: Die Registrierungspflicht für öffentlich zugängliche Ladepunkte ist in der Ladesäulenverordnung (LSV) geregelt. Betreiber sind verpflichtet, ihre Ladepunkte beim Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur zu melden und dort mit vollständigen Standortdaten, Öffnungszeiten und technischen Spezifikationen zu hinterlegen. Dieses Register ist öffentlich einsehbar und bildet die Grundlage für die offizielle Statistik zur Ladeinfrastruktur in Deutschland.

Was gilt als öffentliche E-Ladesäule in Deutschland?

Das klingt wie eine einfache Frage, ist es aber nicht ganz. Denn nicht jede Ladestation, die technisch zugänglich ist, gilt auch rechtlich als öffentlich. Und das hat direkte Auswirkungen darauf, wer die THG-Prämie für Ladepunkte beantragen kann.

Ein Ladepunkt gilt in Deutschland als öffentlich zugänglich, wenn er grundsätzlich für jeden Nutzer ohne individuelle Zugangsbeschränkung verfügbar ist – also rund um die Uhr oder zu definierten Öffnungszeiten. Ladepunkte auf privatem Firmengelände, die ausschließlich Mitarbeitern vorbehalten sind, gelten nicht als öffentlich.

Schnelladen, Normaladen, Bidirektionales Laden: die Technik hinter den Ladepunkten in Deutschland

Nicht alle öffentlichen Ladepunkte sind gleich und das macht einen erheblichen Unterschied im Alltag.

Normalladepunkte (AC, bis 22 kW)

Der Standard bei öffentlichen Ladepunkten in Städten, auf Parkplätzen und in Parkhäusern. Gut geeignet für Standzeiten von einer Stunde oder mehr, aber nicht für die schnelle Zwischenladung auf der Autobahn.

Schnellladepunkte (DC, ab 50 kW)

Schnellladepunkte nutzen Gleichstrom (DC) und können ein E-Auto in 20 bis 45 Minuten auf 80 % laden – je nach Fahrzeug und Ladeleistung. Ionity, Tesla Supercharger und EnBW betreiben in Deutschland die größten Schnellladenetze mit Ladeleistungen von bis zu 350 kW.

Bidirektionales Laden (V2G/V2H)

Eine Technologie, die noch am Anfang steht, aber enormes Potenzial hat: Beim bidirektionalen Laden kann das E-Auto nicht nur Strom aufnehmen, sondern auch zurück ins Netz oder ins Haus einspeisen. Erste Fahrzeuge und Wallboxen unterstützen V2G (Vehicle to Grid) bereits – ein Thema, das die Energiewende und die Rolle von Elektroautos grundlegend verändern könnte.

Wo findest du öffentliche Ladestationen in Deutschland?

Die Suche nach der nächsten Ladestation ist 2026 deutlich komfortabler als noch vor wenigen Jahren. Es gibt mehrere verlässliche Wege:

Bundesnetzagentur – das offizielle Register

Das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur ist die offizielle Quelle für alle gemeldeten öffentlichen Ladepunkte in Deutschland. Es ist kostenlos einsehbar und wird laufend aktualisiert – allerdings ohne Echtzeitinformationen zur Verfügbarkeit einzelner Ladepunkte.

Lade-Apps und Navigationssysteme

Lade-Apps für E-Autos wie PlugShare, Chargemap, ABRP (A Better Route Planner) oder die herstellereigenen Apps vieler E-Auto-Marken zeigen nicht nur Standorte, sondern oft auch die aktuelle Verfügbarkeit, Ladeleistung und Preise. Viele Navigationssysteme moderner E-Autos integrieren diese Daten direkt in die Routenplanung.

Roaming-Netzwerke

Wer mit einer einzigen Ladekarte oder App an möglichst vielen Stationen laden will, setzt auf Roaming-Netzwerke wie Hubject oder OCPI-basierte Plattformen. Diese ermöglichen das Laden bei verschiedenen Anbietern ohne separate Verträge.

Ausbau öffentlicher Ladepunkte: Wo steht Deutschland?

Deutschland hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Die Bundesregierung strebt bis 2030 eine Million öffentliche Ladepunkte an – das ist ein Faktor von etwa sieben gegenüber dem heutigen Stand. Ein ambitioniertes Ziel, das erhebliche Investitionen von öffentlicher Hand und privaten Betreibern erfordert.

Die wichtigsten Treiber des Ausbaus:

EU-Verordnung AFIR

Die Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR) der EU verpflichtet die Mitgliedstaaten, entlang der wichtigsten Fernstraßen (TEN-V-Kernnetz) in regelmäßigen Abständen Schnellladepunkte bereitzustellen. Bis 2025 müssen alle 60 km Schnellladestationen mit mindestens 150 kW verfügbar sein. Deutschland ist dabei, dieses Netz aufzubauen.

Deutschlandnetz

Das Deutschlandnetz ist ein Förderprogramm des Bundes, das den Aufbau eines flächendeckenden Schnelladenetzes an stark frequentierten Standorten außerhalb von Autobahnen finanziert. Ziel ist es, weiße Flecken in der Versorgung – besonders in ländlichen Regionen – zu schließen.

Private Investitionen

Neben staatlichen Programmen treiben private Betreiber wie EnBW, Ionity, Tesla Supercharger, Allego oder ARAL Pulse den Ausbau voran. Besonders das Schnellladenetz wächst durch private Investitionen deutlich schneller als noch vor einigen Jahren.

THG-Prämie für öffentliche Ladepunkte in Deutschland: Was steckt dahinter?

Und hier wird es für alle interessant, die nicht nur laden wollen, sondern selbst Ladeinfrastruktur betreiben. Denn öffentliche Ladepunkte in Deutschland sind nicht nur ein Service für E-Auto-Fahrer, sondern auch eine dauerhafte Einnahmequelle über die THG-Prämie.

Als Betreiber eines öffentlich zugänglichen Ladepunkts kannst du die dort eingespeiste Strommenge jährlich über einen anerkannten Systemdienstleister wie carbonify als THG-Quote geltend machen. Der Erlös daraus richtet sich nach der Menge des abgegebenen Stroms und dem aktuellen Marktpreis der Zertifikate.

Für öffentliche Ladepunkte beträgt die Prämie in Deutschland aktuell rund 3,85 Euro pro kWh – abhängig vom Marktpreis. Eine gut ausgelastete Schnellladestation kann damit zu einer relevanten zusätzlichen Einnahmequelle werden.

Rechtliche Grundlage: Die THG-Prämie für Ladepunkte in Deutschland basiert auf der 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV), die die Treibhausgasminderungsquote regelt. Betreiber öffentlicher Ladepunkte können die eingespeiste Strommenge als THG-Quote beim Umweltbundesamt (UBA) zertifizieren lassen.

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Was braucht ein öffentlicher Ladepunkt in Deutschland für die THG-Prämie?

Nicht jeder Ladepunkt ist automatisch berechtigt. In Deutschland gelten für die THG-Prämie bei öffentlichen Ladepunkten klare Voraussetzungen:

  • Meldung im Ladesäulenregister: Der Ladepunkt muss vollständig im Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur erfasst sein – mit Standortdaten, Öffnungszeiten, Ladeleistung und Betreiberangaben. Transparenz ist Pflicht.

  • Eichrechtskonformer Zähler: Die abgegebene Strommenge muss über einen eichrechtskonformen, manipulationssicheren Zähler erfasst werden. Nur so kann die Menge gegenüber dem Umweltbundesamt nachgewiesen werden.

  • Öffentliche Zugänglichkeit: Der Ladepunkt muss für alle Nutzer zugänglich sein – nicht nur für einen eingeschränkten Personenkreis wie Firmenmitarbeiter oder Bewohner eines Gebäudes.

Die Zertifizierung und Vermarktung der THG-Quote vom Bundesumweltamt läuft über anerkannte Dienstleister wie carbonify. Diese bündeln die Mengen, reichen sie beim Umweltbundesamt ein und übernehmen die gesamte bürokratische Abwicklung.

Warum carbonify für Ladepunktbetreiber?

carbonify ist einer der führenden Systemdienstleister für die THG-Prämie in Deutschland – mit jahrelanger Erfahrung, tausenden abgewickelten Quoten und einer regulatorischen Expertise. Wir kennen die Anforderungen an eichrechtskonforme Zähler, die Meldefristen der Bundesnetzagentur und die aktuellen Marktpreise am Quotenmarkt – und sorgen dafür, dass du als Betreiber das Maximum aus deiner Ladeinfrastruktur herausholst.

Öffentliche Ladepunkte in Deutschland – Wachstum mit Potenzial

Das Netz öffentlicher Ladepunkte in Deutschland wächst, aber es hat noch nicht das Niveau erreicht, das für eine vollständige Elektrifizierung des Straßenverkehrs notwendig wäre. Der politische Wille ist vorhanden, die rechtlichen Rahmenbedingungen durch AFIR und LSV sind klar, und private Investitionen beschleunigen den Ausbau.

Für E-Auto-Fahrer bedeutet das: Die Ladeinfrastruktur wird von Jahr zu Jahr besser. Für Ladepunktbetreiber bedeutet es: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, in öffentliche Ladepunkte in Deutschland zu investieren – und mit carbonify die THG-Prämie als verlässliche Zusatzeinnahme einzuplanen.

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FAQ zu öffentlichen Ladepunkten in Deutschland

Wie viele öffentliche Ladepunkte gibt es in Deutschland 2026?

Laut Bundesnetzagentur waren Anfang 2026 über 130.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland registriert – Tendenz weiter steigend. Davon ist ein wachsender Anteil Schnellladepunkte mit einer Leistung von 50 kW und mehr.

Wo finde ich öffentliche E-Auto-Ladestationen in Deutschland?

Das offizielle Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur listet alle gemeldeten öffentlichen Ladepunkte. Für die Alltagsnutzung eignen sich Apps wie PlugShare, Chargemap oder ABRP, die zusätzlich Echtzeitverfügbarkeit und Preise anzeigen.

Was unterscheidet einen öffentlichen Ladepunkt von einem privaten?

Ein Ladepunkt gilt als öffentlich zugänglich, wenn er grundsätzlich für alle Nutzer ohne individuelle Zugangsbeschränkung verfügbar ist. Private Wallboxen in Garagen oder auf nicht öffentlich zugänglichem Firmengelände gelten nicht als öffentlich.

Kann ich als Betreiber eines öffentlichen Ladepunkts in Deutschland die THG-Prämie beantragen?

Ja. Betreiber öffentlicher Ladepunkte können die eingespeiste Strommenge jährlich als THG-Quote geltend machen – vorausgesetzt, der Ladepunkt ist im Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur gemeldet und mit einem eichrechtskonformen Zähler ausgestattet. carbonify übernimmt die gesamte Abwicklung.

Gilt die THG-Prämie auch für private Wallboxen in Deutschland?

Seit Sommer 2024 sind private Wallboxen von der THG-Prämie für Ladeinfrastruktur in Deutschland weitgehend ausgeschlossen. Die Fahrzeugprämie für das eigene E-Auto kann aber weiterhin unabhängig davon beantragt werden.