THG-Quote für Nutzfahrzeuge und Elektrobusse

Von carbonify · 01.06.2023 · THG-Quote

THG-Quote Nutzfahrzeuge

Der Umstieg auf Elektromobilität bei Nutzfahrzeugen und Bussen bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile, sowohl in ökologischer Hinsicht als auch finanziell. Neben den offensichtlichen Umweltvorteilen gibt es auch finanzielle Anreize, die den Umstieg auf Elektrofahrzeuge attraktiv machen.

Ein solcher Anreiz ist die sogenannte THG-Quote, die für Unternehmen eine Möglichkeit bietet, den Umstieg auf Elektromobilität zu subventionieren. Insbesondere Unternehmen mit Nutzfahrzeugen können von dieser Quote profitieren und mit zusätzlichen Einnahmen rechnen. Aber welche quotenberechtigten Fahrzeugklassen werden von dieser Prämie abgedeckt? Gilt sie auch für Elektro-Lkws und Busse?

Was ist die THG-Quote?

Die deutsche Regierung hat mit der Einführung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ein Regelwerk geschaffen, das den Handel mit Emissionszertifikaten ermöglicht. Das Hauptziel dieser Maßnahme besteht darin, die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu reduzieren und Unternehmen dazu zu verpflichten, ihre Emissionen zu senken.

Wenn Sie die THG-Quote Ihres Elektrofahrzeugs als Zertifikat verkaufen, können Sie nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch finanziell davon profitieren.

Wie hoch ist die THG-Prämie für Nutzfahrzeuge und Elektrobusse?

Die gute Nachricht ist, dass Elektro-Lkws und Busse tatsächlich von der THG-Quote profitieren können. Die Fahrzeugklassen N1 und M3 sind in die Prämienregelungen einbezogen.

Die THG-Prämie variiert je nach Fahrzeugklasse und wird anhand der Treibhausgasemissionen berechnet. Je niedriger die Emissionen eines Elektrofahrzeugs im Vergleich zu einem herkömmlichen Fahrzeug sind, desto höher fällt die Prämie aus.

carbonify hilft Ihnen in der Abwicklung und zahlt aktuell 450 € pro Nutzfahrzeug der Klasse N1 und 11.000 € pro Elektrobus der Klasse M3 (Stand 27.05.2023).

Wie viel Geld erhalten die Fahrzeugklassen N2 und N3?

Das Umweltbundesamt hat Schätzwerte für verschiedene Fahrzeugklassen veröffentlicht, darunter elektrische PKW (M1), leichte elektrische Transporter (N1) und elektrische Busse (M3).

Leider hat das Umweltbundesamt bisher noch keine spezifische Anrechnung der Emissionseinsparungen für schwere Nutzfahrzeuge (Klasse N2 und N3) vorgesehen. Daher erhalten schwere Nutzfahrzeuge vorerst dieselbe Förderung wie Personenkraftwagen und werden unter den sonstigen Fahrzeugklassen geführt. carbonify und der „Bundesverband THG-Quote i.G.“ setzen sich dafür ein, dass auch schwere Nutzfahrzeuge mit einer eigenen Klasse in den kommenden Jahren berücksichtigt werden.

Fazit

Der Umstieg auf Elektroantrieb kann sich für Unternehmen mit Nutzfahrzeugen und Elektrobussen in ihrer Flotte richtig lohnen. Dabei erwarten sie nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch hohe zusätzliche Einnahmen durch die THG-Quote. Die Abwicklung gestaltet sich zudem einfach und unkompliziert.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass je nach Fahrzeugklasse Unterschiede bei der Vergütung bestehen. Bedauerlicherweise werden schwere Nutzfahrzeuge, derzeit noch nicht gesondert berücksichtigt. Sie erhalten momentan noch die gleiche Förderung wie ein Elektro-PKW. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich dies in Zukunft ändern wird.

Wir als carbonify helfen, um Unternehmen bei der Elektrifizierung ihrer Flotte zu unterstützen. Mit unserer Expertise helfen wir Ihnen, Ihre Anschaffungskosten zu reduzieren und den Umstieg auf Elektrofahrzeuge reibungslos zu gestalten. Gleichzeitig leisten Sie damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen und unterstützen Sie bei jedem Schritt des Umstellungsprozesses.

Für weitere Informationen und Beratung zum Thema Elektromobilität und Nutzfahrzeugumstellung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Was ist die THG-Quote bzw. die Treibhausgasminderungsquote?

Die Treibhausgasminderungsquote oder kurz die THG-Quote ist ein gesetzliches Klimaschutzinstrument, um den Ausstoß von CO2-Emissionen insbesondere im Verkehrssektor zu reduzieren.

Der THG-Quotenhandel liegt der THG-Quote zugrunde. Unternehmen, wie Mineralölkonzerne, die fossile Kraftstoffe, (z. B. Diesel oder Benzin) in Umlauf bringen und so maßgeblich zum CO2-Ausstoß beitragen, werden durch die THG-Quote dazu verpflichtet, ihre Emissionen jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz zu reduzieren.


Im Jahr 2030 soll dieser Satz bei 25 % liegen. Bei Nichteinhaltung der Quote wird eine Strafzahlung (Pönale) für jede nicht eingesparte Tonne CO2 fällig. Die Pönale ist wesentlich teurer: Aktuell liegt sie bei 600 € pro Tonne ausgestoßenem CO2.


Die THG-Quoten von Dritten wie z. B. E-Mobilisten aufzukaufen, wenn quotenverpflichtete Unternehmen ihre THG-Quote nicht durch andere Maßnahmen, wie z. B. das Beimischen von Ökokraftstoffen erfüllen können, bildet die Nachfrage im THG-Quotenhandel.

Die THG-Quote aus Ladestrom ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV Nr. 38) geregelt. Gemäß der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung ist das Umweltbundesamt für die Prüfung der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe zuständig und zertifiziert die von carbonify eingereichten THG-Quotenanträge.


Seit Ende Juli 2023 sind Neuerungen in der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung in Kraft getreten.

Hauptsächlich sind es Mineralölkonzerne, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Treibhausgasemissionen im Rahmen der THG-Quote jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz zu mindern.


Halten die Quotenverpflichteten Unternehmen sich nicht an Ihre Quote, wird eine Strafzahlung für jede nicht eingesparte Tonne CO2 in Höhe von 600 € pro Tonne CO2 fällig.


Ein Quotenverpflichteter hat unterschiedliche Erfüllungsoptionen, um die Anforderungen der THG-Quotenerfüllung zu bewerkstelligen. Insbesondere ist es der Verkauf von Biokraftstoffen wie z. B. E10 oder E5 an der Tankstelle.


Da die THG-Minderungsquote in den vergangenen Jahren jedoch bedeutend gestiegen ist und bis 2030 auf 25% steigen wird, schaffen Mineralölkonzerne es nicht allein durch den Verkauf von Biokraftstoffen die Anforderungen zu erfüllen, sodass Strafzahlungen drohen. Deswegen werden THG-Quotenmengen durch öffentliche Ladeinfrastruktur generiert oder die eingesparten CO2-Emissionen von Privatpersonen oder Unternehmen gekauft.

Die THG-Quote kann von allen Haltern von E-Autos, sowie von Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um private E-Auto-Besitzer, E-Flottenbetreibern in Unternehmen oder Eigentümer von öffentlicher Ladeinfrastruktur handelt. Allerdings gibt es bei den Fahrzeugen eine Unterscheidung: Es müssen quotenberechtigte Fahrzeuge sein.

Die THG-Quote kann einmal pro Kalenderjahr beim Umweltbundesamt beantragt werden. Gesetzlich ist das Instrument bis 2030 vorgesehen.

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Janine

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