Artemij Bussovikov: carbonify Co-Founder, spontane Gründung und großer Erfolg

Er spricht über die Entstehung von carbonify, welche Rolle er dabei spielt und was ihn abseits von seiner Selbstständigkeit noch begeistert. Außerdem klärt er darüber auf, wie sich carbonify in der Zukunft entwickeln könnte.

Die Gründung von carbonify war eine verhältnismäßig spontane Entscheidung mit großem Erfolg. „Wir sind mit carbonify auf den Markt gekommen, als es erst etwa fünf Mitbewerber gab, mittlerweile sind es um die 30, wenn nicht mehr“, erklärt Artemij Bussovikov, einer der drei Co-Geschäftsführer.

Die Website entstand im Eiltempo

Zwischen der Entscheidung, das Unternehmen zu gründen, bis zu dem Tag, an dem wir mit der Website online gingen, vergingen gerade einmal vier Wochen. Die Erstellung einer funktionstüchtigen Website, auf der unsere Kunden ihre Quote schnell und einfach registrieren können, war meine Aufgabe.

Als ich fragte, wie viel Zeit ich dafür habe, lautete die Antwort: „Gestern.“ Also machte ich mich an die Arbeit und baute mit meinem technischen Verständnis eine Website zusammen, die angemessen für den Aufbau von carbonify war.

Mittlerweile sind wir erfolgreich gewachsen und ich bin froh, dass ich nun Hilfe von Programmierern und Softwareentwicklern habe.

Der Markt braucht Transparenz

Als wir gestartet sind, war die Quote zu Hochzeiten 400 € wert. Wir bemerkten auch, dass Mitbewerber zu dieser Zeit eine Auszahlung von teilweise nur 150 € boten. Die Margen waren so hoch, da es noch nicht viele Quotenanbieter gab und durch die Aktualität des Themas noch nicht genug Wissen bei den E-Mobilisten verbreitet war.

Wir wollten das von Grund auf anders machen und mehr Transparenz, Fairness und Seriosität in den Quotenhandel bringen. Wir informierten uns umfassend. Das war auch sehr wichtig für Alex, der ja auch einen Ruf als Influencer zu verlieren hatte. Wir waren uns allerdings ziemlich sicher: Die Quote ist kein Greenwashing und sehr wirkungsvoll, wenn man es richtig macht.

Wir bekamen ziemlich schnell nach unserer Gründung einen regelrechten Kundenansturm und viel positives Feedback. Der carbonify-Kunde soll immer den Löwenanteil bekommen und so behalten wir das auch bei.

Am Anfang kümmerte ich mich um alles ein bisschen

Nach der Gründung teilte ich mir mit Alex und Niklas die anstehenden Aufgaben auf. Niklas kümmerte sich um den Vertrieb, Alex um Kommunikation und Marketing und ich mich um die Operations, Finanzen und Softwareentwicklung.

Als das Unternehmen besser und schneller als erwartet anlief, stellten wir ziemlich schnell ein und ich konnte einige meiner Verantwortungsbereiche an die neu entstandenen Abteilungen abgeben. Mittlerweile kümmere ich mich um Operations und auch zusammen mit den Softwareentwicklern um die Optimierung unserer Website und der Software.

Fallschirmspringen, Tauchen und Surfen

Durch die Aufgaben, die ich zwischenzeitlich delegieren konnte, konnte ich auch meine Work-Life-Balance verbessern. Ich habe meinen Tauchschein und eine Erlaubnis zum Fallschirmspringen, wobei ich letzteres nicht mehr gemacht habe, seit es carbonify gibt. Tauchen ist da wesentlich ungefährlicher und es ist auch etwas, was mich sehr begeistert.

Einen meiner Träume habe ich mir letztens in der Türkei erfüllt. Dort kann man durch ein Flugzeug tauchen, welches für diese Zwecke versenkt wurde. Auch auf der Wasseroberfläche nutze ich die Wellen und gehe surfen.

Ob ich damit einen Preis gewinnen könnte? Wohl eher nicht, aber mir gehts vor allem, um den Spaß und die Freiheit.