Die Emissionen im Verkehrssektor in Österreich sollen im Vergleich zu den Emissionswerten von 1990 bis 2030 um 48 % sinken. Dazu hat die österreichische Bundesregierung sich verpflichtet und arbeitet ganzheitlich im Verbund mit Unternehmen und gesetzlichen Instrumenten wie z. B. der THG-Quote am Fortschreiten der Verkehrswende.
Die Emissionen im Verkehrssektor in Deutschland sollen im Vergleich zu den Emissionswerten von 1990 bis 2030 um 48 % sinken. Dazu hat die Bundesregierung sich verpflichtet und arbeitet ganzheitlich im Verbund mit Unternehmen und gesetzlichen Instrumenten wie z. B. der THG-Quote am Fortschreiten der Verkehrswende.
Ein wichtiger Aspekt ist dabei eine gut ausgebaute und verlässliche Ladeinfrastruktur, sodass das Aufladen von E-Fahrzeugen – genauso wie das Tanken eines Verbrenners – problemlos und ohne viel Suchen möglich ist.
Deutschlandweit sind insgesamt 101.421 öffentliche Ladepunkte bei der Bundesnetzagentur registriert (Stand 01.08.2023). Bis 2030 soll der Meilenstein von einer Million öffentlichen Ladepunkten erreicht werden. Folgende Fragen klären wir in diesem Blogbeitrag:
Wie kann der Ausbau schneller gehen?
Wer muss daran beteiligt werden?
Was kann jeder einzelne machen?
Was gibt es zu bedenken?
Wie wird die Ladeinfrastruktur aktuell ausgebaut?
Zunächst ist der Begriff Ladeinfrastruktur ein Sammelbegriff für alle Teile einer Infrastruktur, die das Aufladen von E-Fahrzeugen gewährleistet. So gibt es die private und öffentliche Ladeinfrastruktur.
Ausbau von privater Ladeinfrastruktur: In der Theorie leicht
Unter privater Ladeinfrastruktur werden Wallboxen oder Ladepunkte gezählt, die nicht öffentlich und nur für bestimmte Personen oder Fahrzeuge zugänglich sind.
Sie sind nicht bei der Bundesnetzagentur als öffentlich registriert oder erfüllen die Anforderungen für eine Registrierung nicht. Dazu zählt z. B. eine private Wallbox in der Garage einer Eigentumswohnung. Auch eine Ladesäule auf einem privaten Teil des Firmengeländes, an denen nur E-Fahrzeuge aufgeladen werden dürfen, die der elektrifizierten Firmenflotte angehören, gehört zur privaten Ladeinfrastruktur.
Wallboxen und Ladesäulen, die privat genutzt werden, können in Deutschland gefördert werden. Eine bundesweite Förderung über die KfW-Bank soll es ab Herbst 2023 für die private Installation von Wallboxen und Fotovoltaik-Anlagen mit Batteriespeicher geben. Voraussetzung dafür ist, dass ein E-Auto bestellt ist oder sich bereits im Eigentum befindet.
Da es sich damit um Ausgaben in der Höhe von mehreren Zehntausenden-Euro handelt, gibt es auch verschiedenste Fördermöglichkeiten auf Landes- oder Kommunalebene.
In der Theorie klingt es leicht, allerdings gelten verschiedenste Voraussetzungen für unterschiedliche Fördersummen, die regelmäßig geändert werden. Dies kann verwirrend sein, da in jeder Region andere Bestimmungen gelten. Man informiert sich am besten in der Verwaltung der ansässigen Gemeinde über bestehende Fördermöglichkeiten.
Dieser private Ausbau der Ladeinfrastruktur ist wichtig, sodass E-Autos eine Lademöglichkeit an dem Ort haben, an dem sie die meiste Zeit abgestellt sind. So kann das E-Fahrzeug das Grundstück immer vollgeladen verlassen und bei längeren Fahrten die öffentliche Ladeinfrastruktur nutzen.
Öffentliche Ladeinfrastruktur: Die Regierung kann es nicht allein
Bei dem Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur zählt das Konzept der Regierung vor allem auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen oder Charge Point Operator. Es werden Anreize für Firmen geschafft, in den Ausbau und Betrieb von Ladeinfrastruktur zu investieren.
Durch das Interesse der Regierung am Ausbau gibt es verschiedene Fördermodelle für Unternehmen, die sich oft auf Länderebene unterscheiden. Hier kann man bei der entsprechenden Landesverwaltung oder bei Förderberatern ausführliche Informationen erhalten.
Für eine bestimmte Prämie können wir bei carbonify garantieren: die Prämie für jede geladene kWh bei öffentlichen Ladepunkte! Tatsächlich gilt die THG-Quote nicht nur für quotenberechtigte Fahrzeugklassen, sondern kann auch für die geladenen Strommengen an öffentlicher Ladeinfrastruktur geltend gemacht werden. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, um die Quote optimal für Ihr Unternehmen zu nutzten. Lassen Sie sich bei uns beraten!
Der Ausbau von Ladeinfrastruktur ist dringend nötig
Der Trend für E-Autos in Deutschland steigt stetig an. Bis 2030 liegt die Prognose für den E-Auto-Bestand bei etwa. 10 Millionen. Da bedarf es einer Ladeinfrastruktur, die zusammen mit dem Bestand wächst. Dieses Wachstum und die steigende Nachfrage nach Lademöglichkeiten zeigt uns auch die Ladeleistung, die seit 2017 immer weiter steigt.
Aktuell ist das Ladeinfrastrukturnetz und die Reichweite von E-Fahrzeugen zwar so weit, dass E-Mobilisten keine Angst mehr haben müssen, nicht rechtzeitig einen Ladepunkt zu finden. Dennoch tauchen in der Praxis immer wieder Probleme, wie blockierte Ladesäulen oder technische Defekte auf.
Auch in kleineren Städten oder im ländlichen Gebiet wird die Ladeinfrastruktur den bestehenden E-Autos nur teilweise gerecht, weshalb es mehr öffentliche Ladepunkte braucht.
Wie kann der Ausbau von Ladeinfrastruktur beschleunigt werden?
Der aktuelle Weg funktioniert, allerdings könnte es schneller vonstattengehen. Das Ziel der Regierung für die Verkehrswende ist sehr ambitioniert. Wir bei carbonify sehen einen Teil der Lösung in einer umfangreichen Förderung, aber auch in folgenden drei Aspekten:
Mietern leichteren Zugang zu Wallboxen ermöglichen
Wenn man den Zugang zu Wallboxen in z. B. Wohnkomplexen erleichtert, kann man im Ausbau der Ladeinfrastruktur viel erreichen. Vermieter können Wohnungen um Lademöglichkeiten ergänzen und ihren Mietern zur Verfügung stellen.
Eine vorhandene Lademöglichkeit macht die Mietwohnung und die Anschaffung eines E-Autos etwas attraktiver. Zusätzlich müssen Mieter bei einer Neuanschaffung eines E-Autos nicht mit dem Vermieter über die Installation einer Wallbox sprechen oder sie selbst zahlen.
So besteht die Gefahr, dass beim Umzug, wenn die Wallbox mitgenommen wird, sie nicht mehr gebraucht wird, da schon eine vorhanden ist. Falls nicht, können für jede neue Installation Kosten anfallen.
Diese Problematik erschwert aktuell die Nutzung für Menschen, die zur Miete leben.
Verpflichtende Ladeinfrastruktur bei Neubauten
Bei neuen Bauprojekten, insbesondere bei neuen Firmengebäuden oder Errichtung öffentlicher Gebäude, kann die Installation von Ladeinfrastruktur direkt mitgedacht werden. Wenn die zu einer Verpflichtung wird, kann man einen rasanten Anstieg der Lademöglichkeiten in Industriegebieten, Ämtern, Hochschulen oder auch kleinen Gemeinden verzeichnen.
Genehmigungsverfahren vereinfachen
Das Verfahren, das man durchlaufen muss, bis man den eigenen Ladepunkt öffentlich registriert hat, kann langwierig werden und erfordert Wartezeiten. Dieses Verfahren kann und sollte weiter vereinfacht werden.
Auch die Beantragung bestehender Förderungen für eine Wallbox oder eine Ladesäule haben teils komplizierte Voraussetzungen und werden über lange Zeit geprüft, bis Fördergelder bewilligt werden.
Zudem ist die Transparenz, welche Förderungen für wen in welcher Situation geeignet sind, noch ausbaufähig. Es muss klarer werden, welche Förderungen es für die Ladeinfrastruktur gibt.
Die E-Mobilität muss bezahlbarer werden. Bei den Preisen und Förderungen für E-Autos sowie Wallboxen wurde in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Aber ein neues E-Auto, sowie die Anschaffung einer eigenen Wallbox sind noch nicht für alle Gesellschaftsgruppen im Bereich des Möglichen. Wenn es dann auch noch erschwinglicher und zeitsparender für Firmen wird, in Ladeinfrastruktur zu investieren, könnte Deutschland den Ausbau beschleunigen.