Aktuelle Prognose zu Elektroautos bis 2030 in Deutschland
13.01.2026 · Elektromobilität
Von Melissa Hiltl

Die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag das Ziel ausgerufen, dass bis zum Jahr 2030 rund 15 Millionen E-Autos auf den Straßen unterwegs sein sollen. Wie aber sehen die tatsächlichen Prognosen für Elektroautos bis 2030 in Deutschland aus? Denn seit Einstellung der E-Auto-Förderung sind die Verkaufszahlen rückläufig.
In diesem Beitrag wollen wir einmal genauer die Elektromobilität und ihre Entwicklung in den letzten Jahren unter die Lupe nehmen, uns gemeinsam mit der Prognose für E-Autos in Deutschland ansehen und schauen, welche attraktiven Anreize du alternativ zu den staatlichen Zuschüssen hast.
Historie: die Elektromobilität Entwicklung in Deutschland
Wusstest du, dass die Entwicklung der Elektromobilität bereits Mitte des 19. Jahrhunderts startete? Der schottische Erfinder Robert Anderson entwickelte zwischen 1832 und 1839 das vermutlich erste Elektrofahrzeug. In Deutschland gilt der 1888 von der Maschinenfabrik A. Flocken in Coburg gefertigte Flocken-Elektrowagen als erstes bekanntes Elektroauto und legte den Grundstein für die Entwicklung der E-Mobilität hierzulande.
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Das plötzliche Verschwinden der ersten Elektroautos
Schon um die Jahrhundertwende erlebten Elektroautos ihre erste Blütezeit. In den USA waren um 1900 etwa 38 % der Autos elektrisch betrieben. Die positive E-Mobilität-Entwicklung fand allerdings mit der Einführung des elektrischen Anlassers für Verbrennungsmotoren und der Massenproduktion durch Henry Ford ein jähes Ende. E-Fahrzeuge verloren fast von heute auf morgen an Bedeutung. Dazu gesellten sich die damalig noch sehr begrenzte Reichweite und die fehlende Infrastruktur an Ladesäulen, die ihr Übriges beitrugen, um die Entwicklung der Elektromobilität ins Wanken zu bringen.
In den folgenden Jahrzehnten dominierten also Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor den Automobilmarkt. Erst in den 1960er- und 1970er-Jahren, bedingt durch das wiederaufkommende Umweltbewusstsein und die Ölkrisen, rückte die Entwicklung der Elektromobilität wieder ins Blickfeld. In Deutschland wurden verschiedene Prototypen und Konzepte entwickelt, blieben jedoch im ersten Anlauf ohne größeren Markterfolg.
Warum nahm die Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland Fahrt auf?
Ein bedeutender Wendepunkt markierte die Gründung der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) im Jahr 2010. Die Bundesregierung setzte sich das Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen. Obwohl die Anzahl der Elektroautos in Deutschland laut dieser Prognose zwar erst mit einiger Verzögerung erreicht wird, führte die nun in Fahrt geratene Entwicklung der E-Mobilität in Deutschland zu verstärkten Investitionen in die Forschung und den Ausbau der Infrastruktur an Ladesäulen.
Kampf um die Vorreiterposition bei Elektroautos bis 2030
In den 2010er-Jahren brachten deutsche Automobilhersteller vermehrt Elektrofahrzeuge auf den Markt. Modelle wie der BMW i3 oder der Volkswagen e-Golf wurden immer beliebter und leisten ihren Beitrag dazu, dass die Elektromobilität einen kleinen Quantensprung in der Marktentwicklung hinlegte. Mit ein wenig Geduld, staatlichen Förderprogrammen und dem gestiegenen Umweltbewusstsein der Bevölkerung stiegen die Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge fortlaufend an. Den aktuellen Höchststand verzeichnet das Kraftfahrt-Bundesamt im Jahr 2020, sodass die Prognosen für 15 Millionen Elektroautos bis 2030 realistisch erschienen.
Wie zeichnen Prognosen die Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland bis 2030?
Zum 1. Januar 2025 waren im Bund ca. 1,6 Millionen reine E-Autos zugelassen. Zwar pendelten sich die Neuzulassungen auf rund 30.000 Stück pro Monat ein, dennoch zeigt sich die Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland träge, was eine Hochrechnung der Unternehmensberatung Deloitte verdeutlicht. Demnach sollen bis 2030 11,2 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen fahren. Ein beachtlicher Unterschied zu den Prognosen der Elektroautos bis 2030 in Deutschland von geplanten 15 Millionen. Selbst das geplante Verkaufsverbot von neuen Verbrennern im Jahr 2035 kann die Elektromobilität-Entwicklung momentan nicht wirklich vorantreiben, was 38 Prozent der befragten Teilnehmer bestätigen.
Ausbau der deutschen Ladeinfrastruktur im Fokus
Analog zu den geplanten Neuzulassungen an E-Autos bis 2030 will die Bundesregierung mehr als 1 Million Ladepunkte schaffen. Ein bedeutender Schritt, denn die Entwicklung der E-Mobilität ist stark abhängig vom Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Im Fokus stehen besonders Schnell- und Ultraschnellladestationen. Längere Akkulaufzeiten und der damit einhergehende höhere Strombedarf machen es unabdingbar, auch die bestehende Ladeinfrastruktur wesentlich zu verbessern. Zumindest dann, wenn bis 2030 noch die geplante Anzahl an Elektroautos auf deutschen Straßen fahren soll.

Nur noch E-Autos bis 2030? Deshalb sind Verkaufszahlen aktuell rückläufig
Wenngleich der gesamte Automarkt in den letzten Jahren schwankte, ging der Anteil der Neuzulassungen von E-Fahrzeugen deutlich zurück. Der Anteil lag 2024 bei 13,4 Prozent und verzeichnet damit einen Verlust von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Was sind aber die Gründe für diese zwischenzeitlich rückläufige Entwicklung der Elektromobilität?
Eine wesentliche Ursache ist die Einstellung der staatlichen Umweltprämie für Elektroautos, die am 18. Dezember 2023 für beendet erklärt wurde. Zwar entschied sich die Bundesregierung eine neue Elektroauto-Förderung für 2025 zu gestalten, allerdings liegt hierbei der Fokus verstärkt auf steuerlichen Anreizen für Unternehmen und Selbstständige.
Privatpersonen profitieren weiterhin vom E-Auto
Auch die jeweiligen Nutzer von Elektro- und Hybrid-Dienstwagen sparen direkt. Maßgeblich hierfür bleiben die bereits etablierten Begünstigungen von 0,25 % bzw. 0,5 %, die die private Nutzung solcher Firmenfahrzeuge besonders günstig machen.
Die Anschaffung für Privatpersonen lohnt sich ebenfalls nach wie vor, auch wenn sie nicht mehr ganz so lukrativ ist wie noch 2023. Vorteile von E-Autos, wie die Befreiung von der Kfz-Steuer, kostenlose Parkplätze und der Anspruch auf die THG-Prämie, bleiben bestehen.
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E-Mobilitäts-Entwicklung: THG-Prämie bleibt wichtiger Hebel
Mit einem E-Auto kannst du deinen Beitrag zum Erreichen der Prognose bis 2030 in Deutschland leisten, die Umwelt aktiv schützen und gleichzeitig von finanziellen Vorteilen profitieren. Ein zentraler Hebel dafür ist die sogenannte Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote), die Unternehmen verpflichtet, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren. Als Besitzer eines vollelektrischen und quotenberechtigten Fahrzeuges kannst du deine eingesparten Emissionen zertifizieren lassen und an quotenpflichtige Unternehmen verkaufen – und das mit uns an deiner Seite ganz ohne Aufwand. Wir kümmern uns um den gesamten Prozess, während du dich über eine Auszahlung der THG-Prämie freuen kannst. Die Höhe der THG-Prämie hängt dabei von der Nachfrage am Markt ab.
Wie steht es um die THG-Prämie 2026?
Für das Jahr 2025 wurde die durchschnittliche CO₂-Einsparung eines E-Autos auf 746 kg geschätzt – was einem Plus von über 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprach. Die gesetzlich vorgegebene THG-Quote steigt zudem auf 10,6 Prozent, wodurch Unternehmen noch mehr Zertifikate nachfragen müssen. Doch damit nicht genug: Die aktuellen Prognosen zu Entwicklungen rund um Elektroautos und die THG-Quote 2026 bis 2030 sehen sehr gut aus.
Durch die Einführung der EU-Richtlinie RED III zieht Deutschland die Klimaschrauben im Verkehrsbereich spürbar an. Ab 2026 soll die THG-Quote kontinuierlich wachsen und bis 2040 bei rund 53 Prozent liegen. Damit setzt die Politik ein deutliches Zeichen für den Ausstieg aus fossilen Energien und den Ausbau nachhaltiger Mobilität.
👉 Alle Informationen über die THG-Quote 2026 und ihre positive Entwicklung
Wie sieht die Entwicklung der Elektromobilität in Bezug auf die Ladeinfrastruktur aus?
Zum 1. Oktober 2025 verzeichnet Deutschland ein Netz von rund 179.938 öffentlich nutzbaren Ladestationen, darunter etwa 44.200 Schnelllader (Bundesnetzagentur). Die Zahlen beinhalten auch Ladepunkte, deren Anzeigeverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre hat sich die öffentliche Ladeinfrastruktur demnach rasant entwickelt. Schließlich lag die Gesamtzahl zum 1. Januar 2020 noch bei 30.621 deutschen Ladesäulen.
Noch beeindruckender: Die Schnellladepunkte haben sich mehr als vervierfacht – ein klares Zeichen für ihre wachsende Bedeutung.
In welchen Bundesländern gibt es die meisten Ladesäulen?
Der Blick auf die Bundesländer zeigt, dass Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die meisten Ladepunkte mitbringen. Die neuen Bundesländer, insbesondere Mecklenburg-Vorpommern, liegen mit teils deutlich niedrigeren Zahlen weit zurück.
Gut zu wissen: Berlin liegt in Hinblick auf den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur ganz vorne. Mit rund 4.000 Ladepunkten hat sich die Anzahl dort innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt. Auch Stuttgart und Hamburg verzeichnen ein beachtliches Wachstum. Hamburg hat inzwischen die 1.000er-Marke überschritten. Deutliche Zeichen für die Zukunft der E-Mobilität, die Hoffnung darauf machen, die Prognose von Elektroautos bis 2030 in Deutschland doch noch zu erreichen.
Die Prognose zu Elektroautos bis 2030 in Deutschland zeigt auch, dass Fördergelder für Ladeinfrastruktur voraussichtlich weiterhin bestehen und gezielter ausgerichtet werden. Statt flächendeckender Förderungen wird nun allerdings vor allem der Ausbau öffentlicher und halböffentlicher Schnellladepunkte unterstützt.

Deshalb sollte auch dein Unternehmen die Entwicklung der E-Mobilität unterstützen
Sollte dein Betrieb bereits Ladeinfrastruktur öffentlich zur Verfügung stellen und somit die positive Prognose zu Elektroautos bis 2030 in Deutschland unterstützen, solltest du unbedingt die THG-Quote nutzen. So kannst du mit jeder geladenen Kilowattstunde zusätzliche Einnahmen generieren. Voraussetzung dafür ist die Registrierung der Ladepunkte bei der Bundesnetzagentur. Über die bürokratischen Hürden musst du dir aber keine Gedanken machen. Wir von carbonify übernehmen die komplette Abwicklung und unterstützen Unternehmen dabei, Einnahmen im Rahmen der THG-Quote zu maximieren.
Solltest du erneuerbare Energien nutzen - umso besser! Lass uns gemeinsam daran arbeiten, dass die gewünschte Prognose für Elektroautos bis 2030 in Deutschland eintritt, denn davon profitieren alle.
👉 Mehr über die Vorteile der THG-Quote für Unternehmen erfahren
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Was versteht man unter dem THG-Quotenhandel?
Der THG-Quotenhandel liegt der THG-Quote zugrunde. Unternehmen, wie Mineralölkonzerne, die fossile Kraftstoffe, (z. B. Diesel oder Benzin) in Umlauf bringen und so maßgeblich zum CO2-Ausstoß beitragen, werden durch die THG-Quote dazu verpflichtet, ihre Emissionen jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz zu reduzieren.
Im Jahr 2030 soll dieser Satz bei 25 % liegen. Bei Nichteinhaltung der Quote wird eine Strafzahlung (Pönale) für jede nicht eingesparte Tonne CO2 fällig. Die Pönale ist wesentlich teurer: Aktuell liegt sie bei 600 € pro Tonne ausgestoßenem CO2.
Die THG-Quoten von Dritten wie z. B. E-Mobilisten aufzukaufen, wenn quotenverpflichtete Unternehmen ihre THG-Quote nicht durch andere Maßnahmen, wie z. B. das Beimischen von Ökokraftstoffen erfüllen können, bildet die Nachfrage im THG-Quotenhandel.
Auf welcher Gesetzesgrundlage werden die Zertifikate der THG-Quote ausgegeben?
Die THG-Quote ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV Nr. 38) geregelt. Gemäß der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung ist das Umweltbundesamt für die Prüfung der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe zuständig und zertifiziert die von carbonify eingereichten THG-Quotenanträge.
An wen wird die THG-Quote verkauft?
Hauptsächlich sind es Mineralölkonzerne, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Treibhausgasemissionen im Rahmen der THG-Quote jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz zu mindern.
Halten die quotenverpflichteten Unternehmen sich nicht an Ihre Quote, wird eine Strafzahlung für jede nicht eingesparte Tonne CO2 in Höhe von 600 € pro Tonne CO2 fällig.
Ein Quotenverpflichteter hat unterschiedliche Erfüllungsoptionen, um die Anforderungen der THG-Quotenerfüllung zu bewerkstelligen. Insbesondere ist es der Verkauf von Biokraftstoffen, wie z. B. E10 oder E5 an der Tankstelle.
Da die THG-Minderungsquote in den vergangenen Jahren jedoch bedeutend gestiegen ist und bis 2030 auf 25 % steigen wird, schaffen Mineralölkonzerne es nicht allein durch den Verkauf von Biokraftstoffen die Anforderungen zu erfüllen, sodass Strafzahlungen drohen. Deswegen werden THG-Quotenmengen durch öffentliche Ladeinfrastruktur generiert oder die eingesparten CO2-Emissionen von Privatpersonen oder Unternehmen gekauft.
Wer kann die THG-Quote beantragen?
Die THG-Quote kann von allen Haltern von E-Autos, sowie von Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um private E-Auto-Besitzer, E-Flottenbetreibern in Unternehmen oder Eigentümer von öffentlicher Ladeinfrastruktur handelt. Allerdings gibt es bei den Fahrzeugen eine Unterscheidung: Es müssen quotenberechtigte Fahrzeuge sein.
Für welchen Zeitraum kann die THG-Quote von E-Mobilisten und Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden?
Die THG-Quote kann einmal pro Kalenderjahr beim Umweltbundesamt beantragt werden. Gesetzlich ist das Instrument bis 2030 vorgesehen.
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