Zukunft der E-Mobilität: Wie sieht sie wirklich aus?
20.01.2026 · Elektromobilität
Von Melissa Hiltl

Wo geht die Reise hin und wie sieht die Zukunft der E-Mobilität aus? Eine der wohl derzeit spannendsten Fragen. Neue Fahrzeugmodelle, innovative Technologien und flexible Finanzierungsangebote verändern den Markt rasant, gefühlt von Tag zu Tag. Und eines steht fest: Die aktuellen Entwicklungen prägen nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft der Elektromobilität in Deutschland.
Im Nachfolgenden wagen wir mit dir gemeinsam einen Blick auf Trends, Preisentwicklungen und Perspektiven der Elektromobilität der Zukunft und schauen uns die Ziele für die Elektromobilität in Deutschland an.
Wie hat die Vergangenheit die Ziele der Elektromobilität in Deutschland geprägt?
Die Freiheit, jederzeit ins Auto zu steigen und flexibel unterwegs zu sein, gehört für viele zum Alltag. Doch diese uneingeschränkte Mobilität hat auch ihre Kehrseite: Emissionen belasten das Klima. Elektroautos kamen als eine effiziente Lösung auf den Markt und stehen heute für die Vision einer klimafreundlichen Fortbewegung ohne Abgase.
Kein Wunder also, dass die Elektromobilität ihren globalen Wachstumskurs fortsetzt, auch wenn es auf Länderebene teils deutliche Unterschiede im Bereich der Absatzzahlen gibt. Vorangetrieben wird eine positive Zukunft der E-Mobilität durch steigende Energiepreise, technologische Fortschritte und staatliche Förderungen. Insgesamt hat das zu einer in den letzten Jahren starken Nachfrage geführt. Trotz Herausforderungen in einzelnen Märkten bleibt der Trend eindeutig positiv, wie aktuelle Zahlen zeigen:
- Auch im Jahr 2024 steht alles im Zeichen der Zukunft der E-Mobilität. Rund 17 Millionen frische Stromer-Neuzulassungen (BEV, PHEV oder FCEV) ließen das Vorjahresniveau klar hinter sich. Doch der Höhenflug verlor etwas an Dynamik – statt früherer Verdopplungsraten wuchs der Markt nur noch um etwa 29 Prozent.
- Etwa 1,2 Millionen E-Autos wurden allein in Europa neu zugelassen, was einem Marktanteil von 17,4 Prozent entspricht.
- In China, dem führenden Markt, ist mehr als die Hälfte aller weltweit betriebenen E-Fahrzeuge unterwegs.
Obwohl das Ende der Kaufprämie für Plug-in-Hybride und die auslaufenden Förderungen für Elektroautos die positive Entwicklung der Verkaufszahlen in Deutschland dämpften, lohnt sich eine Investition nach wie vor. Dennoch wird es mehr Unterstützung brauchen, um das deutsche Ziel von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 zu erreichen.
Unsere Position: E-Auto-Förderungen sind nützliche Maßnahmen zur Beschleunigung der Elektrifizierung/Emissionsreduzierung im Straßenverkehr. Privatwirtschaftliche Mechanismen wie die THG-Quote sind allerdings deutlich weitreichender und wirkungsvoller als beispielsweise Kaufprämien – auch, da es keine Steuergelder benötigt.
Was kannst du mittelfristig von der Elektromobilität in Zukunft erwarten?
Neben der Zukunft der Elektromobilität nimmt diese eine zentrale Rolle bei der Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor bis 2030 ein. Fakt ist: Ab 2035 dürfen in der EU nur noch Fahrzeuge zugelassen werden, die klimaneutral betrieben werden. Elektroautos haben dabei einen entscheidenden Vorteil: Sie erzeugen lokal keine Emissionen und schonen die Luftqualität.
Die Autoindustrie steht angesichts dessen unter wachsendem Druck, CO₂-Werte einzuhalten, um Strafzahlungen an die EU zu vermeiden. Hier zeigt sich ein Hebel, um die Zukunft der Elektromobilität voranzutreiben. Mittels Preissenkungen lassen sich attraktive Anreize schaffen, um mehr Menschen den Zugang zu emissionsfreien Fahrzeugen zu ermöglichen und den Absatz von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen zu fördern. Auch Finanzierungsmodelle wie Leasing oder flexible Kreditlösungen gewinnen damit ebenfalls an Bedeutung, um Kaufbarrieren zu senken.
Dennoch bleibt der Durchbruch günstiger Elektroautos in naher Zukunft der E-Mobilität eine Herausforderung.
Wie sieht die langfristige Zukunft der Elektromobilität aus?
Im Hinblick auf die Frage, ob E-Mobilität die Zukunft oder eine Sackgasse ist, zeigt sich durch die derzeit tiefgreifenden Veränderungen, angetrieben von technologischen Fortschritten, strengeren Regulierungen und neuen Nutzungskonzepten, ein klares Bild. Ja, E-Mobilität wird langfristig die Zukunft auf den Straßen sein.
Der Rückgang des Marktanteils von Elektroautos in Deutschland spiegelt zwar kurzfristige Herausforderungen wider, doch erschwinglichere Modelle und Innovationen haben das Potenzial, den Absatz in den kommenden Jahren wieder anzukurbeln. Besonders Hersteller aus China und den USA setzen mit günstigen und attraktiven Fahrzeugen neue Maßstäbe.
Zeitgleich ebnen smarte Technologien wie Vehicle-to-Everything (V2X) neue Wege, bei denen Fahrzeuge miteinander und mit ihrer Umgebung vernetzt werden. Auch der Markt für elektrische Gebrauchtwagen wächst stetig, während Hersteller nachhaltige Lebenszykluskonzepte und Ladeoptionen entwickeln, um E-Fahrzeuge noch effizienter zu gestalten.
Dynamische Stromtarife und intelligente Zähler machen das Laden günstiger, während Unternehmen durch die Elektrifizierung ihrer E-Firmenflotte Betriebskosten senken und gesetzliche Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen können. Steuerliche Vorteile und ein wachsendes Umweltbewusstsein bleiben zentrale Treiber für den weiteren Ausbau der Elektromobilität in der Zukunft. Auch die THG-Prämie gewinnt zusehends an Aufmerksamkeit. Aber dazu später mehr.
👉 Direkt mehr über die Vorzüge der THG-Prämie erfahren
Die Zukunft der Elektromobilität: Einfluss des Ladens
Experten sind sich einig: Das Laden wird, neben der E-Auto-Reichweite, die Zukunft der E-Mobilität erheblich beeinflussen. Schließlich will niemand mit einem E-Auto unterwegs sein und auf halber Strecke liegen bleiben, weil es keine Möglichkeit gibt, es wieder aufzuladen.
Die gute Nachricht: Die Schnellladeinfrastruktur wächst rasant. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der öffentlichen Ladepunkte weltweit auf vier Millionen. Das entspricht einem Zuwachs von 40 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich der Bereich der Schnellladestationen, deren Zahl um 55 Prozent anstieg, sodass sie inzwischen über ein Drittel des globalen Ladeangebots ausmachen. Europa verzeichnete 730.000 öffentliche Ladepunkte, davon mehr als 100.000 in Deutschland.
Auch Maßnahmen wie die EU-Vorgabe, Schnellladestationen entlang von Hauptverkehrsachsen alle 60 Kilometer bereitzustellen, sollen die Zugänglichkeit und die Zukunft der E-Mobilität weiter verbessern. Neben dem öffentlichen Ausbau wird das Laden zu Hause und am Arbeitsplatz immer relevanter, da es den Großteil des Energiebedarfs abdeckt.
Zukunftsweisend ist zudem das induktive Laden bei Autos mit Elektroantrieb, bei dem Energie kabellos über ein Magnetfeld zwischen Spulen im Untergrund und im Fahrzeug übertragen wird. Die Technologie könnte in den kommenden Jahren eine wichtige Ergänzung zu bestehenden Ladesystemen werden.
E-Mobilität: Zukunft oder Sackgasse? Der Preis wird entscheiden!
Die Preise für Elektrofahrzeuge sinken stetig, liegen jedoch weiterhin über denen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren – insbesondere in Europa. Während in China bereits mehr als 60 Prozent der verkauften E-Autos günstiger sind als vergleichbare Benziner, treiben große Modelle wie SUVs und Pick-ups die durchschnittlichen Preise in westlichen Märkten nach oben. Die Preisgleichheit zwischen Elektro- und Verbrennungsfahrzeugen wird laut Prognosen bis 2030 für die meisten Modelle erreicht sein. Was viele zunächst nicht bedenken: Die höheren Anschaffungskosten eines E-Fahrzeugs amortisieren sich bereits nach wenigen Jahren, allein durch die geringen Betriebs- und Wartungskosten.
Um die Hürden für den Einstieg in die Elektromobilität weiter zu senken, braucht es nicht nur erschwinglichere Fahrzeuge, sondern auch kostengünstigen Ladestrom. Besonders günstig ist das Laden zu Hause, was den Ausbau von Wallboxen für Mieter und Eigentümer umso wichtiger macht. Gleichzeitig bleiben flexible Finanzierungsmodelle und Kooperationen zwischen Herstellern entscheidend, um erschwingliche Optionen für Verbraucher zu schaffen.
Ein weiterer Anreiz für die Zukunft der E-Mobilität ist die THG-Quote, die dir als E-Autofahrer durch den Verkauf deiner eingesparten CO₂-Emissionen finanzielle Vorteile mit sich bringt. Fahrzeughalter und Ladepunktbetreiber können so jährlich Prämien erhalten und direkt von ihren Umweltbeiträgen profitieren. Die Beantragung erfolgt einmal pro Kalenderjahr und bleibt bis mindestens 2030 ein wirksames Instrument, um die Zukunft der Elektromobilität und erneuerbarer Energien zu fördern.
Das sagen unsere Geschäftspartner und Kunden über uns.
Was Dich noch interessieren könnte:
Wir haben alle weiteren Informationen für Dich in unseren FAQ zusammengetragen.
Wähle eine Kategorie
Was versteht man unter dem THG-Quotenhandel?
Der THG-Quotenhandel liegt der THG-Quote zugrunde. Unternehmen, wie Mineralölkonzerne, die fossile Kraftstoffe, (z. B. Diesel oder Benzin) in Umlauf bringen und so maßgeblich zum CO2-Ausstoß beitragen, werden durch die THG-Quote dazu verpflichtet, ihre Emissionen jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz zu reduzieren.
Im Jahr 2030 soll dieser Satz bei 25 % liegen. Bei Nichteinhaltung der Quote wird eine Strafzahlung (Pönale) für jede nicht eingesparte Tonne CO2 fällig. Die Pönale ist wesentlich teurer: Aktuell liegt sie bei 600 € pro Tonne ausgestoßenem CO2.
Die THG-Quoten von Dritten wie z. B. E-Mobilisten aufzukaufen, wenn quotenverpflichtete Unternehmen ihre THG-Quote nicht durch andere Maßnahmen, wie z. B. das Beimischen von Ökokraftstoffen erfüllen können, bildet die Nachfrage im THG-Quotenhandel.
Auf welcher Gesetzesgrundlage werden die Zertifikate der THG-Quote ausgegeben?
Die THG-Quote ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV Nr. 38) geregelt. Gemäß der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung ist das Umweltbundesamt für die Prüfung der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe zuständig und zertifiziert die von carbonify eingereichten THG-Quotenanträge.
An wen wird die THG-Quote verkauft?
Hauptsächlich sind es Mineralölkonzerne, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Treibhausgasemissionen im Rahmen der THG-Quote jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz zu mindern.
Halten die quotenverpflichteten Unternehmen sich nicht an Ihre Quote, wird eine Strafzahlung für jede nicht eingesparte Tonne CO2 in Höhe von 600 € pro Tonne CO2 fällig.
Ein Quotenverpflichteter hat unterschiedliche Erfüllungsoptionen, um die Anforderungen der THG-Quotenerfüllung zu bewerkstelligen. Insbesondere ist es der Verkauf von Biokraftstoffen, wie z. B. E10 oder E5 an der Tankstelle.
Da die THG-Minderungsquote in den vergangenen Jahren jedoch bedeutend gestiegen ist und bis 2030 auf 25 % steigen wird, schaffen Mineralölkonzerne es nicht allein durch den Verkauf von Biokraftstoffen die Anforderungen zu erfüllen, sodass Strafzahlungen drohen. Deswegen werden THG-Quotenmengen durch öffentliche Ladeinfrastruktur generiert oder die eingesparten CO2-Emissionen von Privatpersonen oder Unternehmen gekauft.
Wer kann die THG-Quote beantragen?
Die THG-Quote kann von allen Haltern von E-Autos, sowie von Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um private E-Auto-Besitzer, E-Flottenbetreibern in Unternehmen oder Eigentümer von öffentlicher Ladeinfrastruktur handelt. Allerdings gibt es bei den Fahrzeugen eine Unterscheidung: Es müssen quotenberechtigte Fahrzeuge sein.
Für welchen Zeitraum kann die THG-Quote von E-Mobilisten und Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden?
Die THG-Quote kann einmal pro Kalenderjahr beim Umweltbundesamt beantragt werden. Gesetzlich ist das Instrument bis 2030 vorgesehen.
Weitere Fragen?
Schreib uns!
Mit unserem kompetenten Team kommst Du immer ans Ziel! Schreib uns gerne Dein Anliegen und Du kriegst werktags innerhalb von 48 Stunden eine Antwort.



